Maler und Weltreisender aus Fürth

2.6.2010, 00:00 Uhr

© Winckler

Das Reisen wird ihm nicht zu anstrengend. Erst 2009 war Johann Helmut Schmidt-Rednitz fünfeinhalb Wochen in den USA unterwegs. Über 9000 Kilometer ist er gemeinsam mit Ehefrau Lieselotte kreuz und quer durch den Westen des Landes gefahren. Es war seine erste Nordamerika-Reise, und natürlich brachte er auch von dort eine reiche malerische Ausbeute mit.

Gemaltes Tagebuch

Die halbe Welt hat er in mehr als 40 Jahren erkundet, vor allem Nordafrika, Vorderasien, den Orient und Italien. »Mein bildnerisches Tagebuch« nennt er seine Aquarelle – auf das Wesentliche reduzierte, expressive Farbkompositionen, in denen er der Stimmung des Augenblicks nachspürt.

Die Fähigkeit, »die Dinge immer wieder neu zu sehen«, hat sich Schmidt-Rednitz, der monumentale Malerei studierte, dann selbst an der Nürnberger Kunstakademie und an der Fachhochschule unterrichtete, bis heute bewahrt. Für viele öffentliche Gebäude schuf er große Auftragsarbeiten, Glasmosaiken, Wandgemälde, Gobelins. Inzwischen genießt er die Freiheit, sich ganz auf seine »visuellen Erkundungsfahrten« konzentrieren zu können. Die unternimmt er auch gerne Zuhause. Die Blumen im Garten, das Knoblauchsland, das Walberla sind ihm Lieblingsmotive geblieben für Bilder von glühender Farbigkeit und spannender Dynamik.