Donnerstag, 24.10.2019

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Krimi-Adventskalender aus Erlangen

Rätselspaß rund um Sherlock Holmes und Dr. Watson - 29.11.2018 10:00 Uhr

So herrlich altmodisch-gemütlich wohnte der (fiktive) Verbrecherjäger: Sherlock Holmes’ Arbeitszimmer in der Londoner Bakerstreet 221 b. © The Sherlock Holmes Museum London


"Watson, mein Freund, Sie machen sich keine Vorstellungen, zu welchen Verrücktheiten die Leute gerade zu Weihnachten herum in der Lage sind." So spricht er, der Altmeister des scharfen Verstands und der großen Beobachtungsgabe – Sherlock Holmes höchstselbst. Und Recht hat er, zumindest, wenn man sich auf die absurden und komplizierten Fälle einlässt, die sich da in der Weihnachtszeit im verschneiten London ereignen – 24 an der Zahl, zusammengetragen in einem liebenswert gestalteten Adventskalender des Erlanger Homunculus Verlags.

Bereits im vergangenen Jahr präsentierte der Verlag einen ähnlichen Tisch-Kalender zum Miträtseln, den es jetzt ebenfalls wieder zu kaufen gibt. Das diesjährige Exemplar ist eine Fortführung unter dem Titel "Mr. Holmes’ Krimi-Adventskalender Vol. 2". Ab dem 1. Dezember beginnt das Rätseln mit der ersten Kurzgeschichte, deren Lösung man entweder selbst auf die Schliche kommt oder man gibt sich geschlagen, wartet auf die Auflösung am nächsten Tag, um dabei auch gleich über den nächsten Fall zu erfahren."Meine leichteste Übung!", dachte sich auch die Autorin dieses Artikels und machte sich mit Holmesschen Selbstverständnis ans Werk – und sah sich enttäuscht, denn sie konnte nur die Hälfte der Fälle lösen. Der Meister bleibt eben unerreicht.

Was sind das aber auch alles für verzwickte Geschichten, die einem da präsentiert werden: Ob vergiftete Hundekuchen, ermordete Zoolöwen, Jack The Nibbler, Weih-Nachtsgeister oder Gevatter Winter: Neben ordinären Taschendieben und Erpressern müssen sich der Meisterdetektiv und sein treuer Freund Watson ebenso mit höchst kuriosen Gestalten und unglaublichen Verbrechen befassen.

Mit Tiefgang

Unterhaltsam, witzig und mit Tiefgang entwickeln die Autoren des Kalenders diese Geschichtchen, ganz in altvornehmem Stil mit adäquater Sprache und stimmungsvollem Setting, ohne dabei die spielerische Beziehung zwischen den Hauptakteuren außer Acht zu lassen.

So ist dieser Kalender "für (wahre) Krimifans" (so der Verlag) ein Adventskalender der wahrlich etwas anderen Art, der den aufmerksamen Knoblern die Zeit bis zum 24. Dezember mit frohem Tüfteln füllt – bis sich auch Sherlock Holmes und Dr. Watson nach dem letzten Blatt endlich ausruhen und Weihnachten feiern dürfen.

 

EVA KOCH

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