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"Die Vielen" demonstrieren in Nürnberg

Bayernweite Aktion gegen Rassismus und für die Freiheit der Kunst - 14.05.2019 15:48 Uhr

Gisela Hoffmann gehört zu den Nürnberger Initiatoren des Bündnisses „Die Vielen“. © Foto: Jürgen Petzoldt


In Bayern finden die Demonstrationen des gemeinnützigen Vereins "Die Vielen" in München, Augsburg und Nürnberg statt. Er freue sich auf das Bündnis der politisch Engagierten und des Bürgertums, sagte der Intendant der Münchner Kammerspiele, Matthias Lilienthal, in der Landeshauptstadt, wo das bundesweit aktive Bündnis "Die Vielen" seine Pläne für Bayern vorstellte. Der Termin ist bewusst gewählt, um die Leute zur Teilnahme an der Europawahl am 26. Mai zu bewegen.

Markenzeichen der "Glänzenden Demonstration" in München sind goldene Rettungsdecken. Daraus soll später ein Würfel gepresst werden – als Kunstwerk. Auch die Kammerspiele wollen sich mit goldenen Rettungsdecken schmücken.

In Nürnberg beteiligen sich Kulturinstitutionen aus ganz Nordbayern an dem Aktionstag. Unter dem Motto "Glänzen statt Grenzen! Unite & Shine: Für ein Europa der Vielen!" startet die Demonstration am kommenden Sonntag um 12 Uhr vor dem Opernhaus. Von dort geht es zum Willy-Brandt-Platz, wo die Europa-Hymne angestimmt werden soll. Die Abschlusskundgebung findet gegen 14 Uhr vor der Lorenzkirche statt. Anschließend geht es dort mit einem bunten künstlerischen Programm weiter.

Zu den Initiatoren des Zusammenschlusses in Nürnberg gehören Gisela Hoffmann, die Leiterin des Gostner Hoftheaters, und Staatstheater-Intendant Jens-Daniel Herzog. Hoffmann hatte bereits 2016 das Bündnis "Gemeinsam grenzenlos" gegründet, nachdem das Gostner von der AfD scharf attackiert worden war. Dem vom deutschen Bühnenverein unterstützten Bündnis schlossen sich damals 19 Theater in Bayern an.

Der 2018 gegründete Solidaritätspakt "Die Vielen" wird neben den Theaterhäusern von Kulturschaffenden aus allen Bereichen unterstützt. Die "Bayerische Erklärung der Vielen", die sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung wendet und sich "für die Freiheit der Menschen, des Denkens und insbesondere für die Freiheit der Kunst" stark macht, hat inzwischen 387 Unterzeichner. An der Nürnberger Demonstration am 19. Mai beteiligen sich weit über 60 Institutionen – von der Allianz gegen Rechtsextremismus bis zum Z-Bau.

In Zukunft wollen die Initiatoren bundesweit den 8. Mai zum "Tag der Vielen" machen. Es ist der Jahrestag der Befreiung Deutschlands von den Nationalsozialisten.

dpa/nn

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