Hochkarätiges Saisonprogramm

Diese sieben Stars locken zu den neuen Meisterkonzerten

20.7.2021, 17:12 Uhr
Martha Argerich ist die bedeutendste Pianistin der Gegenwart. Im November kommt sie nach Nürnberg.

Martha Argerich ist die bedeutendste Pianistin der Gegenwart. Im November kommt sie nach Nürnberg. © ADRIANO HEITMANN

1. Martha Argerich

Mit Weltstars aus der Krise: Ab dem November meldet sich die Agentur Hörtnagel im Nürnberger Konzertleben zurück und holt für ihre Meisterkonzert-Reihe sogleich die bedeutendste Pianistin der Gegenwart in die Meistersingerhalle: Martha Argerich.

Anfang Juni 80 Jahre alt geworden, bringt die Argentinierin ihren Klavierpartner Dario Ntaca mit, um mit ihm zwei Mozart-Werke für je zwei Klaviere (Andante G-Dur KV 501 und D-Dur-Sonate KV 448) zu spielen – plus Rachmaninows „Symphonische Tänze“ (11.11.).

Auch ansonsten setzen die beiden Geschäftsführer der Agentur, Beatrice Hörtnagel und Leander Hotaki, voll auf die Starkarte, auf der drei weitere Pianisten stehen.

2. Ivo Pogorelich

Früher wild, heute mit Tiefgang: der Pianist Ivo Pogorelich.

Früher wild, heute mit Tiefgang: der Pianist Ivo Pogorelich. © Foto: Anthony Allard

Ivo Pogorelich wird Chopins 2. Klavierkonzert präsentieren, das Kammerorchester Basel umrahmt den Kroaten mit zwei Mendelssohn-Werken (28.11.)

3. Grigory Sokolov

In der Meistersingerhalle wird es ziemlich dunkel sein, wenn er dort auftritt: Grigory Sokolov.

In der Meistersingerhalle wird es ziemlich dunkel sein, wenn er dort auftritt: Grigory Sokolov. © Foto: Klaus Rudolph

Ebenfalls ein Pianist der Ausnahmeklasse ist Grigory Sokolov. Der menschen- und medienscheue Russe wird die Meistersingerhalle zu einem Programm verdunkeln lassen, das erst kurzfristig bekanntgegeben wird – beides hat bei ihm Tradition (22.3.22).

Weltklassepianisten haben es so an sich, dass man bei ihnen nicht leicht unterscheiden kann, ob sie introvertiert oder gerade deshalb besonders exzentrisch sind.

4. Daniil Trifonov

Einer der spannendsten Pianisten seiner Generation: Daniil Trifonov kommt nach Nürnberg.

Einer der spannendsten Pianisten seiner Generation: Daniil Trifonov kommt nach Nürnberg. © Foto: Dario Acosta

Ein weiteres Beispiel für diese Spezies ist Daniil Trifonov, ebenfalls Russe. Er beschließt die Saison mit einem Recital, bei dem Werke von Prokofjew, Debussy, Brahms und Karol Szymanowski gespielt werden (20.6.22).

Wegen der Coronapandemie beginnt die Saison erst im November und wird auch nur acht Meisterkonzerte umfassen. Früher waren es zehn, zwischen dieser Zahl und acht sollen auch die Spielzeiten der Zukunft pendeln, natürlich mit jeweils angepassten Abonnement-Preisen, so die Agentur-Geschäftsführer Beatrice Hörtnagel und Leander Hotaki.

Nach einem schweren und einschneidenden Jahr blickt man bei der Konzertagentur Hörtnagel wieder optimistischer in die Zukunft. 2020 musste nicht nur ein Großteil der geplanten Konzerte wegen der Pandemie wieder abgesagt werden, es war auch das Jahr, in dem Agenturgründer Georg Hörtnagel im Alter von 93 Jahren gestorben ist. „Künstlerische Qualität“ sei dessen Credo gewesen, bekunden seine beiden Nachfolger. Ein Bekenntnis, das sie auch mit den übrigen Konzerten der Saison 2021/22 einlösen.

5. Julia Fischer

Meisterin an der Geige: Julia Fischer.

Meisterin an der Geige: Julia Fischer. © Ingo Wagner

So tritt Julia Fischer mit Elgars Violinkonzert zusammen mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski auf (11.12.)

6. Albrecht Mayer

Aus Erlangen an die Weltspitze der Oboisten: Albrecht Mayer.

Aus Erlangen an die Weltspitze der Oboisten: Albrecht Mayer. © Ralph Mecke

Der berühmte Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker – und gebürtige Erlanger – Albrecht Mayer reist mit speziellen Arrangements von Mozartwerken für sein Instrument an. Begleiten wird ihn dabei das Mozarteum Orchester Salzburg, das Mozarts Haffner-Sinfonie sowie Prokofjews 1. Sinfonie spielt (15.3.22).

7. Sol Gabetta

Spielt eine Cello-Rarität von Mieczyslaw Weinberg: Sol Gabetta.

Spielt eine Cello-Rarität von Mieczyslaw Weinberg: Sol Gabetta. © marco borggreve

Last not least gibt sich die hochkarätige und vielseitige Cellistin Sol Gabetta die Ehre. Sie wird Mieczyslaw Weinbergs Cellokonzert spielen, ein Werk, das es verdient hat, noch viel bekannter zu werden. (27.4.22).

Weitere Infos unter www.konzerte-hoertnagel.de

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