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Fränkischer Sprayer im Podcast: Graffiti - legal, illegal, scheißegal?

1.7.2021, 06:00 Uhr
Carlos Lorente, Graffiti-Artist.

Carlos Lorente, Graffiti-Artist. © privat

In den 1990er Jahren hat Carlos Lorente seine Leidenschaft fürs Graffiti sprühen entdeckt. Seitdem hat er, wie er selbst bescheiden sagt, "schon viel gemacht". Das heißt: Die Wände der Region und darüber hinaus bunter gemacht. Damals, am Anfang, auch illegal. Schon bald aber ausschließlich erlaubterweise und mit mehr Zeit, um seine künstlerischen Ambitionen umzusetzen.

Dennoch kennt er sich aus im Game, er kann sich auch in den illegalen Teil dieser Welt hineinversetzen. Da geht es um Territorium, um Ehre, um Skills. Und es geht manchen Writern nicht in erster Linie um diese Skills, also um die künstlerischen Fähigkeiten, sondern darum, das Revier zu markieren.

Zwischen den Fronten

Jemand wie Lorente gerät dadurch manchmal zwischen die Fronten, schließlich ist er so etwas wie ein Botschafter: Er stemmt Großprojekte wie die Außenmauern des Westbads und steckt mit drin, wenn die Graffiti-Gemeinde am Bauzaun vor dem KunstKulturQuartier, in Langwasser oder unter der Theodor-Heuss-Brücke (legal) die Stadt verschönert.

Außerdem betreibt Lorente die deutschlandweit erste Graffiti-Akademie im Z-Bau, wo er seine Kunst an den Nachwuchs und interessierte Gruppen jeden Alters weitergeibt. Er steht also durchaus auf gutem Fuß mit den Behörden, die mittlerweile verstanden haben, dass Graffiti oder Streetart auch ein Standortfaktor sein können.

Im Podcast gibt Carlos Lorente tiefe Einblicke in dieses Spannungsfeld, in seine Projekte und in die bunte Welt der Graffiti-Sprüher.

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