Gleich den Master - oder erst später???

16.8.2016, 09:00 Uhr
Linda Ringel (22) aus Roßtal ist erstmal weg - und zwar in Indonesien.

Linda Ringel (22) aus Roßtal ist erstmal weg - und zwar in Indonesien. © privat

Meine Zeit als Bachelor-Studentin war wirklich toll, ich möchte keine Sekunde missen – außer vielleicht die stets übermüdeten Lernphasen vor den Klausuren. Genau wie Alicia bin ich im Wintersemester mit meinem Bachelor fertig geworden – doch ich wollte nicht sofort mit einem Master-Studium beginnen.

Und das aus zwei Gründen: Erstens gab es so gut wie keine Master-Studiengänge, die mich interessieren und zum Sommersemester anfangen. Und zweitens wollte ich zwischen meinen beiden Abschlüssen mehr von der Welt sehen, am liebsten verbunden mit Arbeitserfahrung. Für mich stand immer fest: Master-Studium – auf jeden Fall! Aber nicht gleich zum Sommersemester!

Als ich voriges Jahr vom Freiwilligendienst „kulturweit“ der Deutschen Unesco-Kommission hörte, habe ich mich einfach auf gut Glück beworben – und bekam das Angebot für einen sechsmonatigen Einsatz am Goethe-Institut in Jakarta in Indonesien. Da ich schon an der Uni Indonesisch gelernt hatte und mich die Arbeit des Goethe-Instituts sehr interessiert, entschloss ich mich, das Angebot anzunehmen.

Nun bin ich schon fast drei Monate am anderen Ende der Welt und möchte mein Ich, das die Entscheidung getroffen hat, nach Indonesien zu gehen, umarmen und beglückwünschen. Arbeitserfahrung plus Auslandserfahrung – für mich die perfekte Kombination im Übergang vom Bachelor- zum Master-Studium.

Für mich fühlt es sich genau richtig an, nach dem Bachelor-Studium erst einmal eine gewisse Zeit etwas anderes zu machen: Die Erfahrungen in der Praxis helfen mir nämlich, meine Vorstellungen von einem Master-Studium nochmal zu überdenken und mir Studiengänge anzuschauen, an die ich zuvor nie gedacht hatte.

Ein anderes Land mit einem ganz anderen Alltag und neuen Menschen, die ich kennengelernt habe, erweisen sich als gute Inspirationsquelle. Und zusätzlich ist Indonesien ein kulturell sehr spannendes und vielseitiges Land, das ich gerne während meiner Zeit hier erkunde.

Kontakt dank Internet

Um die Bewerbung für einen Master-Studienplatz ab dem kommenden Wintersemester kümmere ich mich natürlich trotzdem – allerdings aus gut 11 000 Kilometern Entfernung. Dank dem Internet und meiner Familie, die Dokumente für mich abholt und beglaubigen lässt sowie Briefe zur Post bringt, funktioniert das sehr gut.

Empfehlungsschreiben und Bestätigungen können mir meine Professoren auch per Mail zukommen lassen. Zusätzlich ist die Bewerbung für einige Master ausschließlich online, so dass ich die zuvor in Deutschland eingescannten Dokumente über ein Online-Portal verschicken kann. Denn ich habe schon während meines Bachelors nach Master-Studiengängen gesucht, die mich interessieren, und muss mich jetzt „nur noch“ bewerben. Noch weiß ich nicht, wohin es mich für meinen Master verschlagen wird – es bleibt also spannend!


Hier geht's weiter zu Alicias Erfahrungen, die bereits im Master-Studium ist.

 

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