Genderdebatte

Kabarettist Zimmerschied kritisiert Klima- und „Genderwahnsinn“

14.6.2021, 11:11 Uhr
Hadert mit dem Zeitgeist und vermisst die Ironie: Der Passauer Kabarettist Sigi Zimmerschied.

Hadert mit dem Zeitgeist und vermisst die Ironie: Der Passauer Kabarettist Sigi Zimmerschied. © Kurt Krieger via www.imago-images.de

„Früher hat man nichts gegen den Heiligen Geist und die Jungfrau Maria sagen dürfen, heute nichts gegen Klimaüberschwang“, sagte der 67-Jährige der Augsburger Allgemeinen. Diese neuen Tabus würden mit derselben ironiefeindlichen Unterkühltheit präsentiert werden.

Er habe den früheren Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU), „die Päpste und die katholischen Kleriker, die Weltkriegsveteranen und die 80 Prozent CSU in Passau überlebt“, sagte Zimmerschied weiter. „Da werde ich diese paar Jahre Genderwahnsinn und neue Moralität überstehen.“


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Zimmerschied macht dafür auch die Medien verantwortlich: Die Fähigkeit, Ironie verstehen zu können, habe sich kurioserweise schon längere Zeit abgebaut. „Das hängt sehr viel zusammen mit der Trivialisierung von Ironie durch die Medien.“ Die Unterhaltungsabteilungen in den Fernsehstationen hätten der Ironie einen oberflächlichen Teppich bereitet und dadurch die tiefschürfende Form im Kabarett kaputt gemacht, sagte Zimmerschied.

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