Leinen los! Festival "Container Love" steigt am Hafen

4.7.2017, 10:44 Uhr
Vertragen sich Elektro-Musik und Güterverkehr? Das

Vertragen sich Elektro-Musik und Güterverkehr? Das "Container Love" will das beweisen. © PR

Der Hafen ist ein Areal der Superlative und Kontinente, das sich zwar einmal jährlich beim "Hafenfest" der breiten Öffentlichkeit präsentiert und von vielen tausend Besuchern frequentiert wird, für den urbanen Jungmenschen bislang aber eher wenig als Anziehungspunkt funktioniert. Das dürfte sich am kommenden Wochenende gewaltig ändern.

"Container Love" übernimmt die Zügel am Main-Donau-Kanal, ein zweitägiges Elektro-Festival unter der Regie des Concertbüro Franken. Das habe mit seiner Idee bei der Hafenverwaltung "offene Türen eingerannt", so Bernhard Chapligin, der seit 2014 neue Events für den Konzertveranstalter entwickelt. Mit dem unlängst zum zweiten Mal erfolgreich über die Bühne gegangenen "Burning Beach Festival", so Chapligin, habe man als Concertbüro zwar eine tolle Veranstaltung mit einer großartigen Outdoor-Location, jedoch befinde sich die mit dem Brombachspeicher weit weg von Nürnberg. Man wollte gerne auch die Stadt selbst mit einem "aktuellen elektronischen Format" beglücken, sei im Herbst 2016 auf das Hafengelände gestoßen und dachte sich: "Wow!"

Großer Aufwand für "Zweitäger"

Jetzt, über sechs Monate intensiver wie positiver Kooperation mit dem Hafen Nürnberg und einem irrsinnigen logistischen Aufwand später, ist es endlich so weit: Zwei Tage gehört das Gelände Festivalbesuchern, Tänzern, Musikliebhabern und Neugierigen – zumindest anteilig. Rund 7000 Quadratmeter, denen als Einfriedung und Unterteilung in drei Areas riesige Schiffscontainer dienen – rund 70 Stück, die extra in Formation gebracht werden und ein beachtlicher Aufwand, der allein schon nahelegt, aus einem "urbanen Eintäger" einen "Zweitäger" zu machen.

Mehrere Tausend Besucher werden erwartet – und dürften auch begrüßt werden, liest sich doch das Line-Up wie das Who-is-Who der Szene: Loco Dice, Stephan Bodzin und Felix Kröcher bestreiten die drei größten Gigs am Samstag- und Sonntagabend im "Colosseum", während außenrum rund 30 weitere internationale wie lokale DJ-Größen die Tänzerbeine in Schwingung versetzen – Techno und House, "kein EDM, dafür credibler Elektro mit Top-DJs und -Acts", so Chapligin. Wer kurz ausruhen möchte, kann das in der "Mach1Lounge" tun.

Die erfolgreiche elektronische Sonntagstraditionstanzveranstaltung "Nasty" wird kurzerhand ins Konzept eingebunden sowie die besten drei DJs des Wettbewerbs "Jeden Tag ein Set", für den in den vergangenen Monaten rund 250 Bewerbungen eingegangen waren. Außerdem im Paket: Ein eigens eingerichteter Shuttle-Service, der Feierlaunige am Samstag nach 22 Uhr direkt vom Festivalgelände zu Afterparty und Afterhour in Hirsch und Rakete bringt. Wer noch sein Burning-Beach-Festivalbändchen am Arm hat, der bekommt das Zwei-Tages-Ticket der "Container Love" um 5 Euro vergünstigt. Das Gesamtfestivalticket gibt es ab 44 Euro, Tagestickets für 26 beziehungsweise 31 Euro.

Dass die Premiere des Hafenfestivals mit dem diesjährigen Termin der längst etablierten "Sommerliebe" am Dutzendteich zusammenfällt, "ist schade", so Bernhard Chapligin, jedoch habe das Concertbüro seinen Termin bereits an Weihnachten veröffentlicht, und "da war an diesen Tagen noch gar nichts." Man könne ja aber problemlos beide Veranstaltungen besuchen. Eine ausgezeichnete Idee!

"Container Love", 8. und 9. Juli, Hafen Nürnberg, Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse sowie telefonisch beim Concertbüro Franken unter 09 11/4 18 88 43;
www.containerlove.de.

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