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"My Middlefranken": Ire Kevin Dardis tourt durch die Region

Der in Nürnberg lebende Quizmaster erzählt von skurrilen Begegnungen - 07.02.2020 14:20 Uhr

In seinem "Middlefranken" fühlt sich Kevin Dardis bereits seit 18 Jahren wohl.

06.02.2020 © Foto: Julia Kolski


Das Pub-Quiz ist tatsächlich der Brotjob von Kevin Dardis. Der 48-Jährige dürfte deutschlandweit wenn schon nicht der einzige so doch einer der wenigen hauptberuflichen Quizmaster sein. Gut 2000 Mal stand er in den letzten 20 Jahren in dieser Funktion auf Kneipenbühnen in ganz Nordbayern, hat sich für diese anspruchsvollen Knobelabende vorab am Schreibtisch bestimmt schon 75000 Fragen ausgedacht. Seine Sprüche sind frech, seine Fangemeinde beeindruckend. Und Dardis hat mit seiner Rolle als "der Ire" kein Problem: Zum einen nährt sie ihn, zum anderen gewährt sie ihm einen erhellenden Blick von außen auf seine Wahlheimat. "Irland ist immer positiv besetzt", sagt der Mann aus Dublin, den es über die Umwege Spanien und Polen 2002 nach Nürnberg-Gostenhof verschlug. "Wenn ich als Franke nach München komme, muss ich mir doofe Sprüche anhören. Als Ire fallen die weg."

Die Außensicht hat Kevin Dardis nun zum Thema seines ersten Bühnenprogramms gemacht: "My Middlefranken von A bis Z" heißt der Abend mit ihm als erzählenden und gelegentlich singenden Alleinunterhalter. Im Gepäck hat er 21 persönliche Geschichten, von A wie Ansbach bis Z wie Zirndorf, dazwischen aber auch aus Käffern, die nur auf alten militärischen Landkarten verzeichnet sind. An all diese fränkischen Orte hat es ihn irgendwann einmal verschlagen. Die skurrilen Begegnungen und schrägen Anekdoten, von denen er berichtet, hat er nicht etwa beobachtet – sie sind ihm tatsächlich so oder so ähnlich selbst passiert.

"Am Ende steht freilich das positive Erlebnis", sagt Dardis. "Ich meine, ich würde nicht 18 Jahre in Franken leben, wenn ich es hier nicht lieben würde." Insoweit ist der erste Soloabend mit "Big Kev Murphy" auch eine kleine Liebeserklärung an (die) Franken geworden.

An weiteren Geschichten mangelt es nicht. "Nur über Nürnberg könnte ich schon ein ganzes Buch füllen – und eines allein über den ,Marktkauf’ am Plärrer!"

"My Middlefranken von A bis Z" am 8. Februar in der Kofferfabrik Fürth. Weitere Termine: 18. Februar Erlangen (E-Werk), 21. Februar Bad Windsheim (Schneiderscheune) und 25. März Ansbach (Kammerspiele).

Bier aus Franken gesucht: Quizrunde Nr. 1

© Montage: Sabine Schmid

Sie sind ein Freund der fränkischen Bierkultur? Und schätzen die regionalen Privatbrauereien? Wunderbar. Aber erkennen Sie die Brauerei auch am Kronkorken? Testen Sie Ihr Wissen bei unserem Quiz!

© Achim Bergmann

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Frage 1/10:

Silberner Brauerstern auf Hellblau. Wer ist's?

Die Brauerei Wagner aus Merkendorf, erstmals erwähnt 1797. Rund um Bamberg wird das Wagner sehr geschätzt, besonders das ungespundete Lager und das naturtrübe Kellerbier.

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Frage 2/10:

Diese Kirchtürme deckeln welches Bier?

Brauerei Trunk aus Vierzehnheiligen/Bad Staffelstein, der gute Stoff wird auch Nothelfer genannt. Nothelfer? Die Erklärung ist einleuchtend: Seit 1803 wird das Bier oberhalb der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen gebraut. Und wenn die erschöpften Pilger seit jeher oberhalb des Gotteshauses aus dem nahen Wald kommen, stärken sich nicht wenige erst mal mit einem kühlen Bier, bevor sie dann die Kirche betreten.

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Frage 3/10:

Nicht verkehrt, mit Schild und Schwert.

Seit über 300 Jahren in Familienbesitz zählt Held aus Oberailsfeld schon zu den bekannteren Privatbrauereien in der Region. Besonders das Helle ist beliebt. Seit 1680 wird hier schon gebraut.

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Frage 4/10:

Hier springt der Hirsch - auf welche Brauerei?

1845 übernahm der Müllerssohn Johannes Kraus das damalige "Wirtschaftsguth" in Hirschaid - und seither ist die Brauereigaststätte ohne Unterbrechung im Besitz der Familie.

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Frage 5/10:

Ein grüner Baum, wo steht der?

"Zum Grünen Baum" heißt der Brauereigasthof der Familie Bayer aus Theinheim im Steigerwald. Gefeiert wird hier oft, unlängst erst ein runder Geburtstag: Seit 1718 wird hier schon gebraut.

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Frage 6/10:

Ein bunter Vogel - auf welchem Bier sitzt er?

"Zum Pfau!", heißt es öfter, wenn es nach Frauendorf geht. Seit 1867 ist die Familie Hetzel Herr über die dort ansässige Brauerei.

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Frage 7/10:

Der Zwerg vom Berg, wo braut er sein Bier?

Der markante Zwerg stammt von der Staffelberg-Bräu aus Loffeld. In der sechsten Generation, seit 1856, führt die Familie Geldner-Wehrfritz dort die Brauerei. Zehn Jahre später, 1866, ließ Jakob Geldner ein eigenes Brauhaus folgen, nochmals zehn Jahre später dann eine eigene Faßhalle.

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Frage 8/10:

Raubtier mit Schild und Krone. Wer ist's?

In Untersiemau/Birkach wird seit 1822 das "Eller" gebraut. Als beliebtestes gilt das Rotbier, Christian Eller braut aber auch ein süffiges Pils.

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Frage 9/10:

Schwarzer Adler, wer hat sich den gekrallt?

Adler-Bräu aus Stettfeld ist inmitten der unterfränkischen Haßberge daheim - und das schon seit 1730. Bräustübla, Biergarten, Sudhaus und sogar einen "Bärentrunk" gibt's hier.

© Achim Bergmann

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Frage 10/10:

Weißer Löwe - wo kommt der her?

Hier sind Wirths-Leute am Werk! Die nun schon 9. und 10. Generation der Familie Wirth führt das Löwenbräu. Natürlich nicht zu verwechseln mit dem Münchner! "Unser" Löwenbräu stammt aus Neuhaus im Aischgrund und das schon seit 1747. Im Sortiment gibt es hier mehrere Löwen und sogar eine "Karpfen Weisse".

© Montage: Sabine Schmid

Lust auf ein weiteres Bier-Quiz?

Dann hier entlang!

STEFAN GNAD

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