Party auf dem Wasser: Nürnberg bekommt eine Seebühne

16.7.2020, 11:34 Uhr
So opulent wie in Bregenz wird die Seebühne in Nürnberg nicht ausfallen. Sie wird ans Ufer des Dutzendteichs gebaut - und soll ein willkommener Ersatz für das Bardentreffen 2020 werden. 

So opulent wie in Bregenz wird die Seebühne in Nürnberg nicht ausfallen. Sie wird ans Ufer des Dutzendteichs gebaut - und soll ein willkommener Ersatz für das Bardentreffen 2020 werden.  © Felix Kästle, dpa

Bereits Ende Juli wird es eine Art Seebühne am Dutzendteich geben. Und zwar an dem Wochenende, an dem die Stadt normalerweise mit dem traditionsreichen Bardentreffen die Massen anlocken würde (31. Juli - 2. August).

"Wir machen dort an drei Abenden ganz unterschiedliche Musik: Klassik, Jazz und Programm, das man beim Bardentreffen hören würde", erklärt Organisator Andreas Radlmaier vom Kulturreferat. Die Bühne soll ans Ufer gebaut werden, die Menschen sollen in Schlauchbooten zum Konzert paddeln.

Auch die Künstler, die dort auftreten, stehen inzwischen fest: Zum Auftakt legt die Kölner Pop-Band Bukahara los, am Samstag bespielen Mitglieder der Staatsphilharmonie Nürnberg den Dutzendteich. Zum Abschluss am Sonntag tritt das einstige Keyboard-Wunderkind Simon Oslender mit Band auf.

Eine zweite außergewöhnliche Aktion ist 2020 im Nürnberger Stadtpark geplant: ein Kultur-Parcours. Von Ende September an soll die große Grünfläche im Stadtteil Maxfeld unter dem Arbeitstitel "Lost and Found" zeigen, "was wir durch die Krise verloren haben und was wir vielleicht auch gewinnen", sagt Radlmaier zum spartenübergreifenden Konzept, das gerade entsteht. Bühnenbildner und Comiczeichner, bildende Künstler und Klangkünstler werden den Park mindestens vier Wochen lang bespielen. Kostenlos für das Publikum, aber gegen Gage.


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Finanziert wird das durch Mittel, die im städtischen Haushalt wegen abgesagter Großveranstaltungen übrig blieben, und durch treue Sponsoren. Für die Seebühne und den Kunstpark kalkuliert Radlmaier mit insgesamt 120.000 bis 180.000 Euro.

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