Donnerstag, 22.04.2021

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Marloffstein: Rathaus-Sanierung liegt vorerst auf Eis

Für das marode Gebäude haben die neu gewählten Räte andere Pläne - 22.08.2020 18:00 Uhr

Die Sanierung des Marloffsteiner Rathauses wurde vom neu gewählten Gemeinderat noch einmal verschoben.

19.08.2020 © Klaus-Dieter Schreiter


Der Chef des Bauamtes in der Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth, Andreas Geck, hatte noch im letzten Jahr festgestellt, das alte Sandsteinhaus werde zusammenbrechen, wenn man die Sanierung nicht bald angehe. Darum hatte die Gemeinde beim Architekturbüro Quandt aus Herzogenaurach eine Machbarkeitsstudie für die Generalsanierung in Auftrag gegeben – und auch gleich etliche Wünsche formuliert.

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Denn das Rathaus soll zu einem Bürgerhaus werden, in dem neben Sitzungssaal, Trauzimmer und Bürgermeisterzimmer auch der Seniorentreff, eine Kreativgruppe, der Damenchor und andere Einrichtungen ein Zuhause bekommen sollen. Auch ein Vereinszimmer sowie den Schulungsraum für die Feuerwehr will man darin unterbringen.

Die Schäden am Rathaus sind erheblich.

19.08.2020 © Foto: Klaus-Dieter Schreiter


Da das Haus in Hanglage liegt, ist der Aufwand für die Barrierefreiheit erheblich. Das Problem sollte mit einem neuen Eingang gelöst werden, durch den man zu einem Aufzug kommt, über den nicht nur die oberen Räume erreichbar sind, sondern auch jene im Erdgeschoss. Der ohnehin marode Gewölbekeller unter dem jetzigen Bürgermeisterzimmer sollte dafür aufgelassen werden. Das alles hatte sich der Architekt Stefan Quandt überlegt und freute sich bei der Vorstellung des Konzeptes im letzten Jahr mächtig, weil er bestätigt bekommen hatte, die Wunschliste des Gemeinderates gut umgesetzt zu haben. Die Planungen sind auch schon mit dem Amt für ländliche Entwicklung besprochen worden. Das hat auf Grundlage der geplanten Nutzung und der vorhandenen Vorentwurfsplanung eine Förderung in Höhe von 200 000 bis 250 000 Euro in Aussicht gestellt.

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Doch der neue Gemeinderat hat nun andere Ideen. So meinte Maximilian Paulus (CSU), bei der doch erheblichen Bausumme – die Machbarkeitsstudie geht von 1,1 bis 1,5 Millionen Euro aus – müsse eine zweite Planvariante her. Dabei solle auch geprüft werden, ob der bislang innerhalb des Gebäudes geplante Aufzug nicht außen angesetzt werden kann. Dann könne man auch die Raumaufteilung noch einmal überdenken, meint der Gemeinderat nun.

Darum wurde der Bürgermeister beauftragt, das alles bis zur nächsten Sitzung vom Architekturbüro prüfen zu lassen. Der Beschluss, die Genehmigungsplanung erstellen zu lassen, und den Einleitungsantrag für die Förderung zu stellen, wurde zurückgestellt. Auch die Erstellung eines Finanzierungsplanes wurde auf Eis gelegt. Ohnehin wird die in Aussicht gestellte Förderung wohl nicht mehr relevant sein.

KLAUS-DIETER SCHREITER

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