Großer Unmut bei Autofahrern

Münchaurach: Baustellenampel, aber keine Bauarbeiten

Matthias Kronau
Matthias Kronau

Redaktion Herzogenaurach

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26.10.2021, 12:24 Uhr
Nicht nur die Autofahrer warten. Auch die Busse müssen Verzögerungen hinnehmen.

Nicht nur die Autofahrer warten. Auch die Busse müssen Verzögerungen hinnehmen. © Matthias Kronau, NN

"Ich fahre täglich von Wilhelmsdorf nach Erlangen über Falkendorf", so ein erzürnter Pendler. "An dieser Baustelle wird nie gearbeitet. Es ist sehr nervig, keine Bautätigkeiten zu sehen." Auch Aurachtals Bürgermeister Klaus Schumann hat schon "viele Nachfragen" bezüglich der Baustelle an der Staatsstraße erhalten, auf der viele Pendler tagtäglich aus den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim unterwegs Richtung Herzogenaurach, Erlangen und Autobahn sind.

Der Durchlass des Reichenbach unter der Staatsstraße: Er ist marode und kann nicht mehr saniert werden.

Der Durchlass des Reichenbach unter der Staatsstraße: Er ist marode und kann nicht mehr saniert werden. © Matthias Kronau, NN

Es geht um eine kurze Passage der Straße über den Reichenbach. Der kleine Bach, der aus Richtung Unterreichenbach kommt, fließt unter der Straße hindurch, um kurz darauf in die Aurach zu münden. Das Problem schildert das Staatliche Bauamt Nürnberg so: "Die Brücke über den Reichenbach ist als Wellstahlrohr 1970 neu gebaut worden und weist erhebliche alters- und korrosionsbedingte Schäden auf." Eine Sanierung, so haben Prüfungen ergeben, sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich. Ein Neubau muss her.

Schneller verschlimmert als erwartet

Obwohl der Bachdurchlass laut Karl Betz vom Staatlichen Bauamt immer wieder kontrolliert wurde, habe sich der Zustand zuletzt doch schneller verschlimmert als erwartet. Mit der Folge, dass der Verkehr mit einem kleinen Verschwenk nur noch einspurig über den Durchlass geleitet werden könne, um die Belastung auf die schadhaften Stellen zu verringern.

Erst im Frühjahr

Ein sofortiger Baubeginn war laut Bauamt nicht hinzubekommen. Zunächst müsse die Gemeinde Aurachtal noch eine gemeindliche Wasserleitung verlegen. Der Neubau des Durchlasses kommt dann erst im Frühjahr, weil, so ist im Amtsblatt Aurachtal nachzulesen, "das Staatliche Straßenbauamt vorher keine Kapazitäten frei hat". Im nahenden Winter sei, so die Auskunft vom Bauamt, der Neubau ohnehin nicht machbar, so dass der Neubau erst im Frühjahr nächsten Jahres, dann mit Vollsperrung, erfolgen könne.

Folge: Wegen des kleinen Reichenbach-Durchlasses ist der Pendler-Verkehr für etwa ein Jahr teils stark beeinträchtigt.

Bei der Frage, warum der Durchlass nicht provisorisch abgestützt werden konnte, um eine monatelange Baustelle ohne Bauarbeiter zu verhindern, verweist das Straßenbauamt auf mögliche Gefahren bei Hochwasser durch einengende Sicherungsmaßnahmen in dem Wellstahlrohr.

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