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Samstag, 28.11.2020

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Olli Ruppert ist zurück beim ESV Treuchtlingen

Nach langer aktiver Laufbahn fungiert der 46-Jährige nun als Torwarttrainer für Herren und Junioren - 20.11.2020 08:20 Uhr

Wieder bei seinem Heimatverein: Oliver Ruppert (links) trainiert die Torhüter des ESV Treuchtlingen und unterstützt den Coach Zafer Demir. Eingefädelt hat die Rückkehr Jugendleiter Markus Müller (rechts), zugleich Kapitän der „Ersten“.

19.11.2020 © Foto: Uwe Mühling


Eine Personalie, über die sich alle Beteiligten freuen: "Das ist eine super Sache, dass wir den Olli für uns gewinnen konnten. Das ist auch im Verein sehr gut angekommen", sagt Zafer Demir, Trainer und Abteilungsleiter des ESV in Personalunion. Er ist besonders froh, dass Ruppert neben den Torhütern im Herrenbereich auch die Nachwuchskeeper des ESV trainiert und ausbildet.

Sehr positiv ist für Demir auch, dass er mit dem neuen Mann und alten Bekannten Unterstützung bekommt und einen Co-Trainer an der Seite hat. Oliver Ruppert selbst war gleich sehr angetan, als er vergangenen Sommer von Markus Müller (Jugendleiter und Kapitän der ersten Mannschaft) angesprochen wurde.

Seit dem Re-Start voll dabei

Nach kurzer Bedenkzeit sagte er zu und war ab der Vorbereitungsphase auf den Re-Start "voll dabei". Und das mit viel Spaß: Ruppert freut sich über "lauter junge Leute", die motiviert zu ihm ins Torwarttraining kommen. Der 46-Jährige macht selber noch aktiv mit. "Dadurch kann ich mich körperlich fit halten", sieht Ruppert einen erfreulichen Nebenaspekt.

Oliver Ruppert, der beruflich als Netto-Filialleiter in Heideck tätig ist, hat seine gesamte Jugend sportlich beim ESV verbracht. Bereits mit 17 Jahren gab er sein Debüt bei den Herren, die zu dieser Zeit sportlich in der Bezirksliga und zeitweise sogar in der Bezirksoberliga unterwegs waren. Dann jedoch holten die Treuchtlinger mit Roland Kral einen erfahreneren Schlussmann und der damalige Youngster aus den eigenen Reihen hatte kaum noch Einsatzchancen in der "Ersten".

"Super Zeit" in Bieswang

Der junge Keeper wechselte zu den Sportfreunden Bieswang, wo er von 2001 bis 2015 in 508 Punktspielen zwischen den Pfosten stand und zu den herausragenden Torhütern der Region zählte. Das war eine "super Zeit", sagt Ruppert rückblickend auf die SF-Jahre in der Kreisliga sowie auf mehrere packende Relegations-spiele, die nach dem Abstieg in die Kreisklasse folgten.

Immer mit vollem Engagement: Jahrelang spielte Olli Ruppert (li.) für die SF Bieswang (rechts Teamkollege Jochen Strunz). Hier ein Bild vom August 2004.

19.11.2020 © Foto: Uwe Mühling


2015 kehrte der Torwart dann nach Treuchtlingen zurück – allerdings zum VfL, bei dem er auch als Nachwuchstrainer fungierte und nochmals 78 Punktspiele hinzufügte. Im Sommer 2019 war dann allerdings nach 39 Jahren aktivem Fußball – 27 davon im Herrenbereich – endgültig Schluss.

Und jetzt also ein neues Kapitel als Torwarttrainer bei seinem Stammverein, dem ESV. Dafür hat sich der Treuchtlinger keinen einfachen Zeitpunkt herausgesucht. Die laufende Saison ist geprägt von der Corona-Krise. Aktuell herrscht zum zweiten Mal im Jahr 2020 Zwangspause. Wenn es im Frühjahr weitergeht – und darauf hoffen alle Amateurkicker –, dann will Olli Ruppert seinen Beitrag zum Klassenerhalt leisten.

Mitten im Abstiegskampf

Aktuell steht die ESV-Erste auf dem vorletzten Tabellenplatz der Kreisklasse West. Zafer Demir sieht seine Truppe nach acht Punkten aus den letzten fünf Spielen aber auf einem guten Weg. Wichtig war vor allem der Sieg im Kellerduell gegen den SV Alesheim.

"Die Jungs bei Laune zu halten, ist schon schwierig", berichtet der ESV-Coach. Alle versuchen sich individuell fit zu halten, Kontakt gibt es in Zeiten der Beschränkungen über regelmäßige Videokonferenzen. Auch zu Olli Ruppert ist der Draht hervorragend: "Das klappt immer bestens mit der Absprache", unterstreicht Zafer Demir und fiebert schon jetzt der gemeinsamen Rückkehr auf dem Platz entgegen.

Wann das sein wird, ist derzeit offen. Genauso wie eine andere, naheliegende Frage: "Bringst Du den Tim mit?", wurde Oliver Ruppert zuletzt oft gefragt. Tim ist der Sohn des Torwarttrainers. Der 20-Jährige ist als Feldspieler eher offensiv ausgerichtet. In der Jugend war er schon beim TSV 1860 Weißenburg aktiv, aktuell spielt Tim beim Kreisligisten SV Wettelsheim, was zumindest vorerst wohl auch so bleibt: "Dort gefällt es ihm sehr gut", weiß Ruppert "senior" zu berichten.

UWE MÜHLING

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