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Antisemitische Inhalte auf Plattform: Spotify kündigt Konsequenzen an

Auch die Gedenkstätte Auschwitz kritisierte Spotify - 10.01.2020 08:06 Uhr

Das sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag der Onlineausgabe der Times of Israel. "Der fragliche von Nutzern generierte Inhalt verstößt gegen unsere Richtlinien und wird gerade entfernt. Spotify verbietet alle Nutzerinhalte, die beleidigend, schmähend, verleumderisch, pornografisch, bedrohlich oder obszön sind", wurde er von der Zeitung zitiert.


+++ Wie Streaming die Musik verändert +++


Am Mittwoch hatte die Zeitung von Playlists mit Musiktiteln berichtet, die zur Tötung von Juden aufriefen, das Holocaust-Opfer Anne Frank und das Vernichtungslager Auschwitz verspotteten oder Hitler lobten. Dem Bericht zufolge war ein Großteil dieser Inhalte bis Donnerstagabend entfernt worden. Allerdings seien die mehr als 110 einsehbaren Profile, die unter "Adolf Hitler" registriert seien, noch online. Es sei unklar, ob diese Profile auch gesperrt würden, hieß es in dem Bericht.

Auch die Gedenkstätte Auschwitz kritisierte Spotify. Der Streamingdienst sei Anbieter für Dutzende von Playlists mit Titeln, die Hitler lobpreisten und Holocaust-Opfer verhöhnten. "Spotify. Mach es bitte besser", twitterte die Gedenkstätte.

dpa

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