Corona-Mutation

Delta-Variante: Auf diese Symptome müssen Sie achtgeben

12.7.2021, 10:55 Uhr
Schnupfen ist eines der Symptome, die auf eine Erkrankung mit der Delta-Variante des Corona-Virus hindeuten. 

Schnupfen ist eines der Symptome, die auf eine Erkrankung mit der Delta-Variante des Corona-Virus hindeuten.  © Manuela Meyer, NN

Laut eines Berichts des RKI vom vergangenen Mittwoch ist Delta mittlerweile die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland. Beurteilt werden die Daten dort jeweils mit etwas Verzögerung: In der Woche vom 21. bis 27. Juni waren 59 Prozent der analysierten Infektionsfälle auf Delta zurückzuführen. Für Bayern veröffentlicht das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) regelmäßig die Verbreitung der verschiedenen Corona-Mutationen. Demnach wurden München bereits mehrere hundert Delta-Fälle nachgewiesen.

In einer britischen App zur Überwachung von Corona-Symptomen haben die Forscher veränderte Symptome bei einer Erkrankung mit der Delta-Mutante gefunden. Am häufigsten wurden Kopfschmerzen, eine laufende Nase und eine raue Kehle gemeldet, wie die BBC mitteilte.

In Großbritannien macht die als sehr ansteckend geltende Delta-Variante, die erstmals in Indien nachgewiesen wurde, den Großteil aller Fälle aus. Tim Spector vom King's College London, der die Zoe Covid Symptoms-Studie leitet und die gemeldeten Symptome auswertet, sagte dem Sender: "Seit Anfang Mai haben wir uns die häufigsten Symptome der App-Nutzer angeschaut – und sie sind nicht mehr dieselben wie zuvor."

Das sind die Symptome der Delta-Variante

Zwar gehöre Fieber noch immer dazu, ebenso Kopfschmerzen und eine laufende Nase. Aber der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, der bislang als typisches Corona-Symptom galt, sei weniger gängig. Zeitlich passe dies mit der Verbreitung der Delta-Variante zusammen. Für einige jüngere Menschen könne sich Covid-19 somit stärker als eine einfache Erkältung anfühlen, sagte Spector – und rief Betroffene auf, sich in jedem Fall testen zu lassen. Auch mit einem Heuschnupfen kann die Erkrankung leicht verwechselt werden.

Sobald Symptome vorliegen, zeigt ein Antigen-Schnelltest mit hoher Wahrscheinlichkeit an, ob eine Corona-Erkrankung besteht oder nicht. Eine Studie des Klinikums Stuttgart gab für einen gängigen Schnelltest durch geschultes Personal als Sensitivität 85,7 Prozent und als Spezifität 98,3 Prozent an. Die Sensitivität beschreibt, wie oft ein Test bei einem Infizierten positiv ausfällt, die Spezifität, wie häufig Gesunde negativ getestet werden. Noch etwas präziser ist ein PCR-Test.