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Deutscher in Haft: Polizei entdeckt Kinderpornografie-Studio in Rio

War der Mann an Sextourismus mit Kindern und Jugendlichen als Opfer beteiligt? - 15.08.2020 19:23 Uhr

Nach der Durchsuchung eines Kinderpornografie-Studios hat die Polizei in Rio de Janeiro einen Deutschen verhaftet. Die Festnahme habe am Donnerstagabend (Ortszeit) im Großraum der brasilianischen Metropole stattgefunden, bestätigte ein Sprecher der Zivilpolizei der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Nach Angaben des Nachrichtenportals G1 nahmen Polizisten den 73-jährigen Mann in einem Waldgebiet fest. Er wollte fliehen, stürzte dabei und wurde verletzt, wie das Portal unter Berufung auf Beamte berichtete.

Das Kinderpornografie-Studio entdeckten die Ermittler im Westen Rios nachdem eine Mutter von zwei Opfern, Mädchen im Alter von zwölf und 14 Jahren, zur Polizei gegangen war, wie Medien berichteten. Es sei im Haus des Mannes eingerichtet gewesen, hieß es in einer Polizeimitteilung. Dort wurde demnach in drei unterschiedlichen Räumen gedreht, in denen die Beamten Wippen, Schaukeln und Verkleidungen entdeckten.

Polizei fand 30.000 Videos mit kinderpornografischem Material

Außerdem fanden die Beamten Kinderspielzeug sowie mehrere "sadomasochistische Objekte, die zum Filmen von Kindern und Jugendlichen verwendet wurden", sowie 30.000 Videos mit kinderpornografischem Material. "Das war ein Schock", zitierte G1 einen Polizeikommissar. "Ich habe noch nie so etwas Bizarres, Aggressives gesehen." Bei den Opfern soll es sich um Kinder und Jugendliche aus dem Viertel Santíssimo im Westen Rios gehandelt haben, in dem sich auch das Studio des Verdächtigen befand.

Die Polizei untersucht nun, wer die Abnehmer der Videos waren. Diese sollen laut G1 an Kunden in der ganzen Welt, vor allem in Europa einschließlich Deutschland, verkauft worden sein. Bei den Ermittlungen, die von der Bundespolizei unterstützt werden, geht es auch um die Beteiligung des Mannes an Sextourismus mit Kindern und Jugendlichen als Opfer. Der in Rio lebende Deutsche soll ein Reisebüro geführt haben. Die Polizei vermute, dass es unter anderem in den Sextourismus verwickelt war, wie das Portal einen Polizeibeamten zitierte.


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dpa

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