Donnerstag, 01.10.2020

|

zum Thema

Drosten: Bei zweiter Welle auf Infektionsgruppen konzentrieren

Nicht immer sei eine Quarantäne von 14 Tagen nötig, so Drosten - 06.08.2020 10:44 Uhr

"Waren bisher die meisten Infektionsketten nachvollziehbar, können neue Fälle bald überall gleichzeitig auftreten", schreibt Drosten in einem Beitrag für die Wochenzeitung Zeit. Dies könnte alle Landkreise und Altersgruppen betreffen. "Dann sind die personell schlecht ausgestatteten Gesundheitsämter endgültig damit überfordert, die Quarantäne jeder einzelnen Kontaktperson zu regeln", so der Wissenschaftler.

Bilderstrecke zum Thema

Das ist die Corona-Teststation am Nürnberger Hauptbahnhof

Seit 31. Juli können sich Reiserückkehrer in der aufgebauten Teststation am Nürnberger Hauptbahnhof auf das Coronavirus testen lassen.



Gefahr von Zweiter Welle: Virologe Christian Drosten warnt


Die Behörden sollten sich dann auf Gruppen konzentrieren, in denen sich viele Menschen mit dem Virus infiziert haben. Wenn sich ein Mitglied eines dieser sogenannten Cluster infiziert habe, könne auch eine Isolation von fünf Tagen ausreichen. Nötig sei eine entscheidende Strategieänderung: "eine Testung auf Infektiosität statt auf Infektion". Eine niedrige Viruslast bedeute, dass ein Patient nicht mehr ansteckend sei.


Sie wollen Ihre Meinung zu den Maßnahmen und Lockerungen in der Corona-Krise kundtun oder sich mit anderen Usern zum Thema austauschen?

Hier haben Sie die Möglichkeit dazu.

dpa

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus dem Ressort: Panorama