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Hape Kerkeling: "So wenig Kanzler wie heut war noch nie"

Komiker kritisiert die Zustände in Deutschland - 08.11.2019 10:21 Uhr

"Nein, es ist keine schöne Zeit, in der wir leben" - findet Hape Kerkeling. © Gregor Fischer, dpa


Zwar habe Kerkeling (54) sich eigentlich vorgenommen, gar nix zu sagen, "weil ich will keinen Shitstorm, auch politisch", sagte der Komiker und Autor bei den "GQ Men of the year"-Awards am Donnerstagabend in Berlin. Um dann hinzuzufügen, dass ihn das Rennen um den SPD-Vorsitz schon umtreibe. "Nicht, dass ich es werden wollte, aber ganz ehrlich: Die, die es werden wollen, können's nicht. Und die, die können, wollen nicht." Bei der CDU sei es doch das Gleiche. "Die Bundeskanzler werden wollen, können's nicht. Und die, die können, wollen's auch nicht."

Dabei sei die Situation im Land derzeit schwierig. "Nein, es ist keine schöne Zeit, in der wir leben. Wir haben im Moment so einen scharfen Wind im Land; die schärfste Opposition überhaupt - und so wenig Kanzler wie heut war noch nie."

Aufs Schlimmste vorbereiten

Kerkeling bedankte sich für die Auszeichnung in der Kategorie Entertainment und schloss mit den Worten: "Und ansonsten halt ich es mit einem Zitat meiner Lieblingsphilosophin Hannah Arendt: "Ich bereite mich auf das Schlimmste vor, ich hoffe das Beste und ich nehm es, wie's kommt." Vielen Dank."

In diesem Jahr bewegte die Verfilmung der Autobiografie von Kerkeling über seine Kindheit im Ruhrgebiet Millionen Kinozuschauer. In dem Film von Caroline Link stellte der junge Julius Weckauf den jungen Hape dar. Die Bestseller-Verfilmung "Der Junge muss an die frische Luft" über Kerkelings tragische Kindheit kam Ende 2018 ins Kino.

Seit 2017, als die Ehe für alle - also auch für gleichgeschlechtliche Paare - eingeführt wurde, ist Kerkeling nach eigenen Worten verheiratet. Seinen Partner schirmt er vor der Öffentlichkeit ab.

dpa

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