Krebserregende Chemikalie in Trinkwasser in Bayern nachgewiesen

Bei der PFOA-Diskussion hatten diverse Werte eine Rolle gespielt, darunter der Trinkwasserleitwert, HBM-I-Wert, Arbeitsplatzwerte und eben der fehlende HBM-II-Wert.

Bei der PFOA-Diskussion hatten diverse Werte eine Rolle gespielt, darunter der Trinkwasserleitwert, HBM-I-Wert, Arbeitsplatzwerte und eben der fehlende HBM-II-Wert. © Lukas Schulze, NZ

Rund zwei Jahre nach freiwilligen Bluttests von Anwohnern wegen einer womöglich krebserregenden Chemikalie im Trinkwasser im Landkreis Altötting bewerten die Behörden das Ergebnis neu. Bei 761 von 906 Menschen, die nicht beruflich mit der Perfluoroctansäure (PFOA) zu tun hatten und die 2018 Blut abgegeben hatten, war ein nun neu veröffentlichter Human-Biomonitoring-Wert überschritten, wie das Landratsamt am Mittwoch mitteilte.


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Bei der PFOA-Diskussion hatten diverse Werte eine Rolle gespielt, darunter der Trinkwasserleitwert, HBM-I-Wert, Arbeitsplatzwerte und eben der fehlende HBM-II-Wert. Nun habe die Kommission Human-Biomonitoring (HBM) des Umweltbundesamtes (UBA) HBM-II-Werte unter anderem für PFOA veröffentlicht, die zur gesundheitlichen Bewertung dienen können.


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Sie betragen für die Allgemeinbevölkerung 10 Mikrogramm auf einen Liter Blut und für Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter fünf Mikrogramm. Bei der Überschreitung seien nach aktuellem wissenschaftlichem Stand "gesundheitliche Effekte" möglich.

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