Medikament soll helfen

Rätsel gelöst: Darum erkranken Raucher seltener an Covid-19

19.9.2021, 15:57 Uhr

So sollen gleich mehrere Wissenschaftler aus Hiroshima nun eine erste Erklärung dafür gefunden haben, warum Raucher in der Statistik weniger mit Covid-Infektionen zu kämpfen haben. So soll der im Zigarettenrauch enthaltene polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoff (kurz PAKs) für folgenden Effekt verantwortlich sein: Die PAKs unterdrücken über ein Molekül die Bildung von sogenannten ACE-2-Rezeptoren in den körpereigenen Zellen. Die Folge: ein Viren-Stopp. Ohne diese Rezeptoren kann das Virus menschliche Zellen nicht mehr befallen.

Bevor Sie sich jetzt überlegen, eine Schachtel zu kaufen – ein mehr als wichtiger Hinweis: PAKs sind teilweise auch in Abgasen enthalten und gelten als krebserregend. Eine gesunde Abwehr des Virus sieht also durchaus anders aus. Immerhin: Forscher wollen nun mit diesem Wissen ein Medikament entwickeln, das Viren mit eben genau diesem Trick den Weg zu menschlichen Zellen versperrt – ohne die schädlichen Auswirkungen des Rauchens. Zusätzlich sollen Untersuchungen ebenfalls belegen, dass Raucher, die sich am Ende doch mit Corona infizieren, im Durchschnitt dann auch schwerer erkranken als Nicht-Raucher.