Sieben Dörfer verwüstet

Tornado wütet in Tschechien: Drei Tote und über 200 Verletzte

25.6.2021, 07:54 Uhr
Bei einem schweren Unwetter im Südosten Tschechiens kamen mindestens drei Menschen ums Leben.

Bei einem schweren Unwetter im Südosten Tschechiens kamen mindestens drei Menschen ums Leben. © RADEK MICA

Ein Tornado hatte am Donnerstagabend sieben Dörfer in der Region Südmähren verwüstet. Häuser wurden zerstört, Dächer abgedeckt, Stromleitungen niedergerissen und Autos umhergeworfen. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt, davon mindestens 10 schwer.


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Gewitter und massiver Hagelschlag begleiteten das Unwetter. Die Rettungsarbeiten und die Suche nach möglichen Verschütteten dauerten die ganze Nacht über an. Aus anderen Teilen des Landes machte sich weitere Verstärkung auf den Weg. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis wollte das Unglücksgebiet am Nachmittag nach seiner Rückkehr aus Brüssel besuchen. Die Regierung versprach schnelle finanzielle Hilfe für die Betroffenen, von denen viele das Dach über dem Kopf verloren haben.

Viele Einwohner der betroffenen Gemeinden standen unter Schock. "Auf einmal habe ich ein merkwürdiges Dröhnen gehört, als ob ein Zug näherkommen würde", sagte ein Augenzeuge der Zeitung "Pravo". "Dann begann die Hölle, alles flog herum." Sein Haus habe kein Dach mehr, keine Zimmerdecke, keine Fenster, berichtete ein anderer. Die Region an der Grenze zu Österreich ist als Weinanbaugebiet bekannt.

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