Donnerstag, 01.10.2020

|

zum Thema

Verband beruhigt nach vereinzelten Trinkwasser-Engpässen

Trotz Hitzewelle gibt es keine Wasserknappheit, sagen die Experten - 10.08.2020 17:02 Uhr

Trotz der Trockenheit muss noch nicht aufs Rasenwässern verzichtet werden.

© Archiv / dpa


"In Deutschland ist grundsätzlich genug Wasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung vorhanden. Es kann allerdings sein, dass bestimmte Quellen, die stark auf Regen reagieren, zum Beispiel Quellschüttungen, die niedrig unter der Erdoberfläche sind, nicht genug Wasser haben", sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser, am Montag. Die öffentliche Trinkwasserversorgung sorge aber auch dann dafür, dass es genug Trinkwasser gebe. So lieferten bei Bedarf etwa benachbarte Versorger zu.


Sehr hohe Waldbrandgefahr: Luftbeobachtungsflüge über Mittelfranken


"Bei starker Hitze ist der Wasserverbrauch in den letzten Jahren tagesbezogen oft deutlich angestiegen, etwa um 40 bis 60 Prozent, wenn es 36 Grad hat und viele Leute gleichzeitig ihren Garten bewässern und Pools befüllen", sagte Weyand. Kurzfristig könnten dann Einschränkungen helfen, den Bedarf zu senken: "Die Satzungen sehen in der Regel vor, dass die Bewässerung von Gärten eingeschränkt werden kann und die Befüllung von Pools eingestellt werden muss, wenn die öffentliche Trinkwasserversorgung gefährdet sein könnte."

Bilderstrecke zum Thema

Waldbrand in der Oberpfalz: Feuerwehr kämpft gegen die Flammen

In Schlammersdorf ging am Samstag ein Feld in Flammen aus. Aus insgesamt 14 umliegenden Ortschaften eilten die Retter zu dem Brand, der die Retter über Stunden forderte. Weil vor Ort kaum Wasser zu finden war, habe man einen Pendelverkehr zur Versorgung einrichten müssen.


In den vergangenen drei Jahrzehnten sei der Wassergebrauch in Deutschland sogar gesunken. Wichtig sei aber auch, mit der Ressource Wasser sorgsam umzugehen, so Weyand. "Wir werden es uns in Zukunft zum Beispiel nicht mehr leisten können, dass wir Brunnen nicht nutzen können, weil sie durch Nitrateinträge der Landwirtschaft verschmutzt wurden. Wir brauchen einen Vorrang der Trinkwasserversorgung vor anderen Nutzungen." Zudem müsse Regenwasser versickern können - und deshalb weniger Flächen versiegelt werden.


Verpassen Sie keine Nachricht mehr! In unserem neuen täglichen Newsletter "Mittags um 12 - Zeit für die Region" erfahren Sie alles Wichtige über unsere Region. Hier kostenlos bestellen. Montags bis freitags um 12 Uhr in Ihrem Mailpostfach.

Die Nürnberger Nachrichten werden heuer 75 Jahre alt. Lesen Sie als Neukunde die NN oder die Heimatzeitungen für nur 25 Euro pro Monat, exklusiv zum NN-Geburtstag! Mehr erfahren.

dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Panorama