Stalking

Vorsicht, Sicherheitslücke: Bei WhatsApp lesen eventuell andere Menschen mit

Isabel Pogner
Isabel Pogner

Online-Redaktion

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8.12.2022, 09:20 Uhr
Vorsicht bei der Messenger-App: Andere User können mitlesen, ohne das man es bemerkt.

© IMAGO Vorsicht bei der Messenger-App: Andere User können mitlesen, ohne das man es bemerkt.

Whatsapp-Nutzer teilen über die Anwendung oft große Teile ihres Lebens mit anderen. Damit niemand mitliest, der nicht mitlesen soll, sollten Nutzer vorsichtig mit der App umgehen. Besonders gefährlich ist eine Funktion, bei der User den Dienst am Computer verwenden können.

Der Stalking-Trick geht so: Parallel zum Handy kann man WhatsApp auch auf dem Rechner verwenden. Das ist besonders angenehm, wenn man längere Texte verfasst und am Computer mit der Tastatur tippen kann. Allerdings können auch andere auf ihren Laptop "Whatsapp Web" öffnen, mit dem Handy des Opfers den QR-Code scannen und fortan unbemerkt alle Chats mitlesen.

Handy nicht unbeaufsichtigt liegen lassen

Die Sicherheitslücke entsteht leicht, wenn man anderen sein Handy unbeaufsichtigt überlässt. Oder wenn man das Handy nicht mit Passwortschutz gesperrt hat und irgendwo liegen lässt - am Schreibtisch in der Arbeit etwa, während man sich einen Kaffee holt.

Um Ausspionieren zu verhindern, sollten User sich in WhatsApp stets von allen Geräten abmelden, die sie gerade nicht benutzen. Das geht im Menü unter Einstellungen. Dort werden alle Geräte, mit denen WhatsApp gerade verbunden ist, angezeigt. Klickt man darauf, kann man sie direkt abmelden.

Völlig ungeschützt sind WhatsApp-Nutzer übrigens nicht - das Stalking kann ein Nachspiel haben. Denn das "Abfangen von Daten" ist laut § 202b StGB verboten. Wer Chats mitliest, dem drohen Geld- oder bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe.