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29 Jahre nach Anschlag auf Flüchtlingsunterkunft: Bundesanwalt ermittelt

Bei dem Brand in Saarlouis starb 1991 ein Ghanaer - 06.08.2020 13:06 Uhr

Es bestehe der Tatvorwurf des Mordes an einem 27 Jahre alten Asylbewerber aus Ghana, des versuchten Mordes zum Nachteil von 18 Menschen sowie der Brandstiftung mit Todesfolge, teilte ein Sprecher des Generalbundesanwalts mit.

Ermittlungen bei der Landesjustiz seien damals eingestellt worden, da ein Täter nicht ermittelt werden konnte. Auf Grundlage neuer Erkenntnisse sei das Verfahren durch die Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken wiederaufgenommen worden. "Es deuten gravierende Anhaltspunkte auf einen rechtsextremistischen und fremdenfeindlichen Hintergrund des Anschlags hin", sagte der Sprecher in Karlsruhe.

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Feuer und Hass: Geplante Flüchtlings-Unterkünfte brannten

Drei geplante Flüchtlingsunterkünfte haben Mitte Dezember 2014 in Vorra (Nürnberger Land) gebrannt. An einem Anbau waren rechtsradikale und fremdenfeindliche Schmierereien angebracht worden. Die Polizei ermittelte wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Doch am Ende reichten die Indizien dem Landgericht Nürnberg-Fürth nicht für eine Hauptverhandlung aus.


Vor diesem Hintergrund habe die Bundesanwaltschaft das Verfahren übernommen, da dieses "eine staatsschutzspezifische Tat von besonderer Bedeutung" zum Gegenstand habe. Zuvor hatten saarländische Medien über die neuen Ermittlungen berichtet.

Ein Toter, zwei Verletzte - kein Tatverdächtiger

Bei dem am 19. September 1991 verübten Brandanschlag hatten nach damaliger Erkenntnis unbekannte Täter in der Asylbewerberunterkunft im Treppenhaus an einer Holztreppe Benzin entzündet. Ein Ghanaer kam dabei ums Leben, zwei Nigerianer wurden verletzt, die anderen Bewohner blieben unverletzt.

dpa

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