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Bund investiert: Wasserstoff-Standort Oberfranken

Region soll "Reallabor" für Wasserstofftechnik werden - 24.01.2021 10:48 Uhr

Oberfranken soll Förderregion bei der Forschung und Anwendung von Wasserstoff als Energiequelle werden. "Der Bund stellt dafür 43 Millionen Euro zur Verfügung", sagte der Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz (SPD) in Bamberg. "Wir wollen mit der Förderung Anreize für Kommunen und mittelständische Unternehmen setzen, in Wasserstoff zu investieren." Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.


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Oberfranken soll in den kommenden drei, vier Jahren zum "Reallabor" für Wasserstoff werden, erklärte Schwarz. "Vor Ort haben wir unwahrscheinlich viele Akteure in dem Bereich." Der Bund der Selbstständigen in Bayern soll diese Akteure nun vernetzen und konkrete Projekte anstoßen.

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So soll beispielsweise ein Logistikunternehmen für vier Millionen Euro Lastwagen auf Wasserstoff umrüsten, berichtete Schwarz. Dabei könnten Brennstoffzellen des Autozulieferers Bosch eingesetzt werden, die in Bamberg produziert werden. Es gebe auch schon einen Interessenten, der Wasserstofftankstellen bauen wolle.

In Lichtenfels soll für elf Millionen Euro ein Forschungs- und Anwendungszentrum für Wasserstoff entstehen, kündigte Schwarz an. "Aber auch für Kommunen kann die Förderung interessant sein. Die Energie für Schwimmbäder und Sporthallen könnte in Zukunft aus Wasserstoff produziert werden." Auch der Betreiber eines Hotel und ein Lebensmittelhersteller hätten schon Interesse gezeigt.

"Wir reden alle über Wasserstoff, aber es passiert nichts", kritisiert der Bundestagsabgeordnete. "Unsere Idee ist: Wir picken uns jetzt Oberfranken raus und probieren es einfach mal." Zunächst sollen alle Projekte gesammelt und dann zur Förderung beim Umweltministerium vorgestellt werden. "Unser Ziel ist es, mit den Erfahrungen aus Oberfranken bald ähnliche Projekte bundesweit umzusetzen."

Auch der Freistaat will die Wasserstofftechnologie weiter vorantreiben. So sollen bis 2023 bayernweit 100 Wasserstoff-Tankstellen errichtet werden. Die Landesregierung investiert dafür 50 Millionen Euro, weitere 65 Millionen fließen in die Förderung der Forschung.


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dpa

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