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Innenminister Herrmann gibt AfD Mitverantwortung an Synagogen-Anschlag

CSU-Politiker über Antisemitismus: "Höcke ist einer der geistigen Brandstifter" - 10.10.2019 08:50 Uhr

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kritisiert nach den Angriffen von Halle auch die AfD. © dpa


"Das eine sind diese schrecklichen Gewalttäter, vor denen wir uns schützen müssen, das andere sind auch die geistigen Brandstifter, da sind in letzter Zeit auch einige Vertreter der AfD in unverschämter Weise aufgefallen", sagte der CSU-Politiker im Interview mit dem Sender Bayern 2 des Bayerischen Rundfunks.

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Zwei Menschen in Halle erschossen: Angriff rechtsextrem motiviert

Ausnahmezustand in Halle: Mitten in der Stadt wurden am Donnerstag zwei Menschen erschossen. Ein Schwerbewaffneter wollte zuvor eine Synagoge stürmen und scheiterte. Wie die Polizei vermeldete, wurde ein Verdächtiger festgenommen. Die Tat war rechtsextrem motiviert. Auch in Landsberg, rund 15 Kilometer von Halle entfernt, gab es Schüsse.


Namentlich nannte Herrmann in diesem Zusammenhang den Thüringer AfD-Spitzenpolitiker, Björn Höcke: "Höcke ist einer der geistigen Brandstifter, wenn es darum geht, wieder mehr Antisemitismus in unserem Land zu verbreiten. Darüber müssen wir jetzt die politische Auseinandersetzung konsequent führen."

Kritik aus der jüdischen Gemeinde

Der Minister will in den nächsten Tagen mit den jüdischen Gemeinden in Bayern prüfen, ob deren Synagogen ausreichend geschützt sind, um Angriffe wie in Halle verhindern zu können. Schon jetzt habe man die Polizeipräsenz vor den Gotteshäusern verstärkt.

Am Mittwoch hatte ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, in der Synagoge in Halle/Saale ein Blutbad unter Dutzenden Gläubigen anzurichten. Der 27-jährige Deutsche wollte nach Angaben aus Sicherheitskreisen die Synagoge mit Waffengewalt stürmen, scheiterte jedoch. Danach soll der Mann vor dem Gotteshaus und in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben. Er floh vom Tatort und wurde festgenommen. Die jüdische Gemeinde kritisiert die Polizei.

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dpa

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