Grünen-Experte: Flüge in Nachbarstaaten möglich

Kliniken vor dem Kollaps: Werden bald deutsche Intensivpatienten ins Ausland gebracht?

27.11.2021, 13:52 Uhr
26.11.2021, Hamburg: Ein Patient wird auf einer Trage aus dem ADAC Flugzeug geladen. Seit dem Nachmittag ist die Luftwaffe an der Verlegung von Intensivpatienten beteiligt. Auch der ADAC ist in die Verlegungen mit eingebunden. Am späten Abend wurden zwei Patienten mit einer ADAC-Maschine von München nach Hamburg gebracht. Das Flugzeug, das intensivmedizinisch ausgestattet ist, landete um 22.38 Uhr auf dem Hamburger Flughafen. Foto: Steven Huchings/TNN/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

© Steven Huchings, dpa 26.11.2021, Hamburg: Ein Patient wird auf einer Trage aus dem ADAC Flugzeug geladen. Seit dem Nachmittag ist die Luftwaffe an der Verlegung von Intensivpatienten beteiligt. Auch der ADAC ist in die Verlegungen mit eingebunden. Am späten Abend wurden zwei Patienten mit einer ADAC-Maschine von München nach Hamburg gebracht. Das Flugzeug, das intensivmedizinisch ausgestattet ist, landete um 22.38 Uhr auf dem Hamburger Flughafen. Foto: Steven Huchings/TNN/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

"Anhand der Neuinfektionszahlen müssen wir davon ausgehen, dass Hunderte Intensivpatienten verlegt werden müssen", sagte Dahmen der Welt am Sonntag. "Weil der Bedarf so eklatant ansteigen könnte, werden möglicherweise auch Verlegungen in EU-Nachbarstaaten notwendig", fügte der Bundestagsabgeordnete hinzu.

Dahmen schätzt, dass bundesweit über zivile und militärische Rettungshubschrauber und Ambulanzflugzeuge gerade einmal 25 bis 50 Patienten gleichzeitig verlegt werden können. Er forderte Gespräche mit privaten Luftrettungsbetreibern über Kapazitätserweiterungen. Die Luftwaffe der Bundeswehr beteiligt sich seit Freitag erstmals an der Verlegung von Corona-Intensivpatienten innerhalb Deutschlands.

"Wir können es aktuell nicht ausschließen"

Hermann Schröder, der die Abteilung Krisenmanagement im baden-württembergischen Innenministerium sowie den Arbeitskreis Rettungswesen in der Innenministerkonferenz leitet, bestätigte, dass es bei den aktuell 80 Verlegungen lediglich um Fälle geht, "die jetzt notwendig" seien. "Wir können es aktuell nicht ausschließen, dass Patienten auch ins Ausland verlegt werden müssen", sagte er "Welt am Sonntag".

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