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Medienberichte: AstraZeneca-Impfstoff für Risikogruppe kaum wirksam?

Grund für die Nicht-Zulassung ist die zu niedrige Wirksamkeit - 26.01.2021 09:06 Uhr

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca soll ursprüngliche die RNA-Vakzine von Biontech und Moderna ergänzen und somit die zweite Impfphase einläuten, sodass eine Impfung auch beim Hausarzt möglich sein soll. Nun kommt es allerdings zu einem Problem: Der Impfstoff soll für Senioren über 65 nicht geeignet sein. Dies berichtete bereits die Bild und auch das Handelsblatt - beide berufen sich auf Koalitionskreise.

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Grund für die mögliche Nicht-Zulassung ist die zu niedrige Wirksamkeit. Die Europäische Union hat bereits Hunderte Millionen Dosen bei AstraZeneca bestellt. Bereits zu Beginn hatte das Unternehmen mit seinem Impfstoff auch Kritik einstecken müssen: So gab es Bedenken zum Studiendesign, und die hohe Wirksamkeit des Mittels war von einigen Experten auch bezweifelt worden. Wie die Bild berichtet, rechnet die Bundesregierung nun bei über 65-Jährigen nur mit einer Wirksamkeit von acht Prozent.


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Falls sich das bestätigen sollte, steht Deutschland wohl vor einem großen Problem. Das Vakzin war hauptsächlich für ältere Menschen gedacht, die zuhause leben und keine Impfzentren aufsuchen können. Der Impfstoff ist aufgrund der Kühlung, die zwischen zwei und acht Grad betragen soll, leichter zu transportieren.

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Vergangene Woche gab es bereits einen Eklat rund um das britisch-schwedische Unternehmen AstraZeneca. Der Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, nach der für diese Woche erwarteten Zulassung zunächst weniger Impfstoff als geplant an die EU liefern zu wollen. Statt 80 Millionen Impfstoffdosen sind bis Ende März nur 31 Millionen eingeplant. Zur Begründung hieß es, es gebe Probleme in der europäischen Lieferkette. Eine Zulassung des Impfstoffs in der EU könnte noch in dieser Woche erfolgen. Inwieweit das nun eintrifft, bleibt fraglich.

vne, dpa

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