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Mehrere Verletzte: Terrorverdacht nach Explosion in Lyon

Präsident Macron spricht von "Angriff" - Polizei fahndet nach Mann - 24.05.2019 20:25 Uhr

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach nach der Explosion in Lyon von einem "Angriff". © PHILIPPE DESMAZES, AFP


Nach einer Explosion in Lyon mit mehreren Verletzten haben Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in der französischen Hauptstadt. Die Explosion hatte sich am frühen Abend im Zentrum der Stadt im Südosten des Landes ereignet. Frankreichs Innenminister Christophe Castaner wies die Präfekten im Land an, die Sicherheitsmaßnahme an Orten zu verstärken, an denen sich viele Menschen aufhalten. Das seien etwa Sport- oder Kulturveranstaltungen.

Mindestens acht Menschen wurden nach Angaben der Präfektur verletzt - der Sender BFMTV berichtete von mindestens 13 Verletzten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einem "Angriff". Es sei zum jetzigen Zeitpunkt nichts über Todesopfer bekannt, sagte er in einem Interview des YouTubers Hugo Travers. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen.

Beutel mit Sprengsatz und Schrauben

Der Sender Franceinfo berichtete unter Berufung auf das französische Innenministerium von einem Beutel auf dem Boden an einer Straßenkreuzung, der einen Sprengsatz mit Schrauben enthalten haben soll. Der Pariser Anti-Terror-Staatsanwalt Rémy Heitz kündigte an, nach Lyon zu fahren.

Die Polizei fahndete am Abend nach einem Mann, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Medienberichten zufolge soll er mit einem Fahrrad geflohen sein.

Die Explosion soll sich bei einer Bäckerei in der Straße Victor Hugo ereignet haben. Der Bereich wurde abgesperrt. Die Präfektur rief Anwohner auf, sich fernzuhalten und keine Gerüchte zu verbreiten.

Lyon liegt im Südosten Frankreichs, es ist die Hauptstadt des Département Rhône und der Region Auvergne-Rhône-Alpes und mit mehr als 515.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Frankreichs nach Paris und Marseille.

dpa

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