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Nach EM-Aus: Beatrix von Storch schießt Twitter-Eigentor

Stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende provoziert Shitstorm - 08.07.2016 21:45 Uhr

Nach einer Welle der Empörung im Internet hat die AfD-Politikerin Beatrix von Storch ihren Twitter-Kommentar über die Fußball-Nationalmannschaft gelöscht.

© dpa


Mit einer Bemerkung über das Team von Jogi Löw hat die AfD-Politikerin Beatrix von Storch Empörung ausgelöst. "Vielleicht sollte nächstes mal dann wieder die deutsche NATIONALMANNSCHAFT spielen?", kommentierte die stellvertretende Parteivorsitzende im Kurznachrichtendienst Twitter die Niederlage der deutschen Mannschaft im Halbfinale der Fußball-EM. Seit Sommer 2015 vermarktet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das Team nicht mehr unter dem Namen Nationalmannschaft, sondern nur noch als "Die Mannschaft".

CDU-Vize Strobl: "Neue Widerwärtigkeit"

Von Storchs Tweet wurde aber in erster Linie als Anspielung auf die deutschen Spieler mit Migrationshintergrund verstanden. CDU-Vize Thomas Strobl sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "In dieser Partei gibt es Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus. Alles, was gar nicht geht, ist bei der AfD. Jeden Tag ein neuer Tiefpunkt, jeden Tag eine neue Widerwärtigkeit. Es ist zum fremdschämen."

SPD-Chef Sigmar Gabriel schrieb auf seiner Facebook-Seite: "Die AfD hat einen perversen Begriff von Solidarität: Den der Deutschen gegen alle anderen." Der Fernseh-Satiriker Jan Böhmermann regte an: "Lasst uns alle zusammenhalten und Beatrix von Storch einfach mal ignorieren." Nach der ersten Empörungswelle löschte die AfD-Politikerin ihren Tweet und reagierte auf Facebook. Sie schrieb, ihr Kommentar habe sich auf den Namen der Mannschaft bezogen und nicht auf einzelne Spieler: "Ich nenne sie weiter Nationalmannschaft. Denn das ist sie, mit allen ihren Spielern."

AfD-Politiker machen immer wieder mit fremdenfeindlichen Äußerungen Stimmung. Storchs Parteikollege Alexander Gauland hatte im Mai viel Kritik auf sich gezogen, als er in einem Interview über den Verteidiger Jérôme Boateng sagte: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben."

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dpa

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