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Nach Protesten Hunderter Menschen: Identitäre Bewegung sagt Demo ab

Polizei ist den Angaben zufolge mit einem Großaufgebot in der Stadt - 20.07.2019 17:58 Uhr

Polizisten drängen Teilnehmer der Demonstration gegen die rechte Versammlung ab. Anlass ist ein geplanter Aufzug der rechtsextremen Identitären Bewegung. © Sebastian Willnow, dpa


Der geplante Demonstrationszug der rechtsextremen Identitären Bewegung in Halle ist abgesagt worden. Das habe die Versammlungsbehörde am Samstagnachmittag entschieden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Grund seien Sicherheitsbedenken. Ursprünglich wollten die Anhänger der Bewegung in der Nähe ihres Hauses in Halle in Sachsen-Anhalt, das als Zentrale in Deutschland gilt, durch die Straßen ziehen. Stattdessen versammelten sie sich bei einem als Sommerfest deklarierten Treffen vor dem Gebäude. Nach ersten Polizeiangaben waren rund 250 Anhänger der Bewegung vor Ort.

Mit Sitzblockaden und lautstarken Protesten stellten sich Hunderte Menschen dem Treffen entgegen. In der Innenstadt gab es auf dem Marktplatz ein buntes Bürgerfest, das Stadt und Universität veranstalteten. Zu den Gegenprotesten, zu denen vor allem das Bündnis "Halle gegen Rechts" aufrief, kamen nach Angaben des Veranstalters etwa 3000 Menschen. Die Polizei sprach zunächst von mehreren Hundert Teilnehmern. Nach Angaben der Polizei blieben die Proteste zunächst weitestgehend friedlich.

Der Verfassungsschutz hat die Identitäre Bewegung nach jahrelanger Prüfung kürzlich als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt eingestuft. 

dpa

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