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"Sie lügen viel": Trump droht dem Iran erneut

US-Präsident lässt einmal mehr vor Journalisten die Muskeln spielen - 22.07.2019 21:20 Uhr

Einmal mehr droht US-Präsident Donald Trump dem Iran. © Alex Brandon/AP/dpa


"Wir sind bereit für das absolut schlimmste Szenario – und wir sind auch bereit dafür, Vernunft walten zu lassen", sagte Trump am Montag in Washington. "Es könnte sehr leicht in beide Richtungen gehen." Trump beklagte: "Es fällt mir zunehmend schwer, einen Deal mit dem Iran zu wollen, weil sie sich sehr schlecht benehmen." Er betonte aber auch, er wolle sich zunächst zurücklehnen und abwarten. Der Iran stecke wirtschaftlich und politisch in großen Schwierigkeiten. Der US-Präsident warf dem Iran vor, Lügen zu verbreiten. "Sie lügen viel", sagte er. Die USA hätten vor wenigen Tagen eine iranische Drohne vernichten müssen. Teheran behaupte aber, dies sei nicht passiert. Dabei gebe es ausreichend Beweise. "Schauen Sie auf dem Meeresboden nach", sagte er an die Adresse anwesender Journalisten.

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Donald Trump: ein US-Präsident wie keiner vor ihm

Am 20. Januar 2017 wurde der Immobilien-Milliardär Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Längst ist klar: Einen solchen Präsidenten hatten die USA noch nie. Ständig gibt es Show und Selbstlob, während Fehler immer auf die Kappe anderer gehen. Und in der Substanz: Abreißen, was seine Amtsvorgänger in 70 Jahren amerikanischer Außenpolitik aufgebaut haben.


"Nehmen Sie Ihre Tauchausrüstung und gehen Sie da runter." Trump hatte in der vergangenen Woche verkündet, die Crew eines US-Marineschiffes habe in der Straße von Hormus eine iranische Drohne zerstört, weil diese dem US-Schiff bedrohlich nahe gekommen sei. Die iranische Regierung dementierte das jedoch umgehend und mutmaßte, die Amerikaner hätten wohl aus Versehen eine eigene Drohne abgeschossen. Der US-Präsident sagte erneut, auch die CIA-Geschichte, die Teheran verbreite, treffe nicht zu. Dies seien nichts als Lügen und Propaganda. Der Iran hatte am Montag mitgeteilt, man habe ein Netzwerk des US-Geheimdienstes CIA im Land aufgedeckt. In diesem Zusammenhang seien 17 Agenten verhaftet worden. Alle seien Iraner. Einigen von ihnen drohe die Todesstrafe.

 

dpa

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