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Spahn: Aufhebung von Impf-Priorisierung wohl im Juni

Wegen großer Liefermengen könnten bald alle Bundesbürger geimpft werden - 22.04.2021 13:38 Uhr

Auf diese Nachricht warten Millionen Deutsche: Bereits Ende Mai sollen sich alle Deutsche - unabhängig von Alter und Berufsstand - gegen Covid-19 impfen lassen können. Dies erfuhr Bild online aus internen Gesprächen zwischen der Bundesregierung und den Chefs der Staatskanzleien der Länder. Demnach erwartet der Bund in den kommenden Wochen hohe Liefermengen, sodass eine Aufhebung der Priorisierung Ende Mai möglich wird. Dies bestätigte auch Kanzleramtsminister Helge Braun auf Bild-Nachfrage. Laut Braun soll die Priorisierung "Ende Mai" oder "Anfang Juni" aufgegeben werden. Auch der Impfstoff-Hersteller Biontech geht davon aus, dass die Priorisierung in wenigen Wochen fällt.

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Am frühen Donnerstagnachmittag äußerte sich auch Gesundheitsminister Jens Spahn zu dem Thema: Laut ihm könnte wohl im Juni keine offiziell festgelegte Reihenfolge mehr nötig sein. Wenn es früher sein sollte, wäre er froh, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Bundesrat. Er gehe - Stand heute - aber davon aus, dass die Priorisierung im Juni aufgehoben werden könne. Nach den laufenden Impfungen alter und chronisch kranker Menschen in den ersten zwei Prioritätsgruppen solle im Mai die dritte und letzte Prioritätsgruppe geöffnet werden. Dazu gehören über 60-Jährige und auch bestimmte Berufsgruppen.

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Spahn betonte, dass das Impftempo nun im zweiten Quartal mit mehr Impfstofflieferungen und der Einbeziehung von Praxen zunehme. Derzeit habe mehr als jeder Fünfte in der Bevölkerung eine erste Impfung, bis Ende April werde es jeder Vierte sein und im Mai jeder Dritte. Im Juni sollten neben Hausärzten auch Betriebsärzte regelhaft einbezogen werden.

Die Aufhebung der Priorisierung soll auch Thema des nächsten Impfgipfels von Bund und Ländern am 26. April sein. Bereits am Mittwoch haben mehrere Länder bekannt gegeben, dass sich ab sofort jeder mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen kann - darunter Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Unter 60-Jährige müssen lediglich ein Aufklärungsgespräch mit einem Arzt vor der Impfung durchführen. In manchen Kommunen soll es sogar "offene Impftage" geben.

evo/dpa

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