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Trump lässt Zweifel an Harris' Anrecht auf Präsidentenjob stehen

Einmal mehr sorgt der US-Präsident für Aufsehen - 14.08.2020 09:31 Uhr

Der konservative Jurist John Eastman veröffentlichte danach im Magazin Newsweek einen Gastartikel, in dem er bezweifelte, dass Harris auch den Präsidentenposten übernehmen könnte – mit der Begründung, dass ihre Eltern noch keine US-Bürger gewesen seien, als sie geboren wurde.

Eastman bezog sich darauf, dass es in der US-Verfassung heißt, dass für den Präsidentenposten nur ein „natural born Citizen“ in Frage komme – jemand, der die Staatsbürgerschaft schon durch die Geburt erlangt habe. Mit Zusatzartikeln und Gerichtsentscheidungen ist anerkannt, dass es entscheidend ist, auf dem Territorium der Vereinigten Staaten geboren zu sein. Eastman argumentierte dagegen, auch die Nationalität der Eltern könne dabei eine Rolle spielen.

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Donald Trump: Ein US-Präsident wie keiner vor ihm

Am 20. Januar 2017 wurde der Immobilien-Milliardär Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Längst ist klar: Einen solchen Präsidenten hatten die USA noch nie. Ständig gibt es Show und Selbstlob, während Fehler immer auf die Kappe anderer gehen. Und in der Substanz: Abreißen, was seine Amtsvorgänger in 70 Jahren amerikanischer Außenpolitik aufgebaut haben.


Trump wurde bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus am Donnerstag danach gefragt und widersprach den Zweifeln nicht. „Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt“, sagte er. Er habe kürzlich zum ersten Mal davon gehört. „Ich werde mir das ansehen.“ Der Jurist, der das geschrieben habe, sei „hochqualifiziert, sehr begabt“, sagte der Präsident zugleich. Bidens Wahlkampfteam erinnerte daraufhin daran, dass Trump seinerzeit unbegründet in Frage gestellt hatte, dass sein Vorgänger Barack Obama in den USA geboren wurde. Die demokratischen Kongressabgeordneten Ted Lieu und Don Beyer warfen Trump Rassismus vor.

dpa

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