Donnerstag, 19.09.2019

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Probe-Abindung für Erler-Klinik

Eine neue Buslinie 84 wird mit Kleinbussen für zwei Jahre eine Lücke schließen. - 17.07.2019 19:56 Uhr

Seit vielen Jahren engagiert sich die örtliche SPD für eine Bus-Anbindung der Deutschherrnstraße und insbesondere der angrenzenden Erler-Klinik und des Wohnstifts Hallerwiese. In der kommenden Sitzung des Verkehrsausschusses soll nun ein entsprechender zweijähriger Probebetrieb beschlossen werden.

"Die Erler-Klinik sowie das Wohnstift Hallerwiese waren bisher de facto vom öffentlichen Nahverkehr abgehängt – dabei sind beides ja gerade Orte, die von vielen Menschen aufgesucht werden, die nicht so gut zu Fuß unterwegs sind". sagt SPD-Stadträtin Yasemin Isabel Yilmaz aus Gostenhof.

Zwar, so räumt sie ein, sei die Luftlinie zur nächsten Straßenbahnhaltestelle nicht allzu weit. Das Problem liege aber in der Lage: "Der steile Weg dorthin ist für Senioren und andere Menschen, die nur eingeschränkt mobil sind, aber kaum zu schaffen." Die Sache ist nicht neu. Yilmaz: "Seit nun sieben Jahren versuchen wir als SPD Abhilfe zu schaffen und forderten daher hartnäckig eine direkte Bus-Anbindung".

Nun bahnt sich eine Lösung des Problems an. Stimmen die Stadträte im nächsten Verkehrsausschuss dafür, wird ab 1. September eine neue Buslinie Nummer 84 zwischen Plärrer und der Erler-Klinik verkehren und für eine direkte Anbindung sorgen. Eingesetzt werden soll dafür ein Kleinbus, der während der Öffnungszeiten des Rehazentrums der Erler-Klinik im 20-Minuten-Takt verkehren wird.

"Uns als SPD freut es, dass die VAG nun doch einen Probebetrieb für zwei Jahre in Aussicht stellt. Die Unterschriftenaktion des SPD-Ortsvereins Gostenhof mit rund 1000 Unterschriften zeige, dass ein großes Interesse an einer Linie besteht", so Yilmaz zufrieden. Sicherlich, so teilt sie mit, wäre die Einbindung in
eine normale, durchgebundene Linie noch besser gewesen. "Aber dieser Modellversuch ist besser als nichts und kann vielleicht auch zum Modell für andere Quartiere mit Erschließungslücken werden", stimmt SPD-Vorsitzender Thorsten Brehm zu.

Situation im Auge behalten

Alle Probleme sind damit noch nicht gelöst: Wegen des Einsatzes von Kleinbussen eignet sich die neue Linie nicht, um den Schülerverkehr zu entzerren. Hier soll aber auch noch nachgebessert werden. Yilmaz: "Wir werden die Situation zu den schulüblichen Stoßzeiten weiterhin im Auge behalten." 

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