Fliegende Plagegeister

Fliegende Käfer in deutschen Städten: Sind die penetranten Tiere gefährlich?

Stefan Besner

Online-Redaktion

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23.6.2022, 13:54 Uhr
Junikäfer sind vielleicht nervig, aber vollkommen ungefährlich für den Menschen.

© Stefan Thomas, dpa Junikäfer sind vielleicht nervig, aber vollkommen ungefährlich für den Menschen.

Wenn die Nacht den Tag umarmt und die Schatten über das Licht triumphieren, beginnt das lockere Erdreich sich zu bewegen. Etwas gräbt sich aus der Tiefe empor. Und es ist nicht alleine. Tausende und abertausende seiner sechsbeinigen, geflügelten Brüder und Schwestern tun es ihm gleich. Das große Summen beginnt. Der kleine Cousin des Maikäfer schwärmt aus, der Junikäfer.

Besoffene Flieger?

Die ersten zwei Jahre seines Lebens verbringt der Juni- oder Gerippte Brachkäfer als Larve im Boden. Erst im Frühling des dritten verpuppt er sich, um schließlich auszuschwärmen, sich zu paaren und zu sterben. Die mangelnde Flugerfahrung merkt man dem Insekt an. Als hätte es schon einen zu viel über den Durst getrunken, torkelt es durch die Luft, daher der Name Torkelkäfer.

Völlig harmlos

Der ein oder andere nimmt Reißaus vor dem liebestollen Insekt. Dabei sind die kleinen Tierchen völlig harmlos. Sie können den Menschen weder stechen, noch beißen, ernähren sich von Blättern und Blüten und spätestens Ende Juli ist dann Schluss mit dem nächtlichen Reigen. Bis dahin haben die Weibchen nämlich ihre Eier gelegt. Kurz darauf folgen sie den Männchen nach, die bereits gleich nach der Paarung sterben.

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