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189 ungeklärte Mordfälle in Bayern seit 1986

SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher fordert eine Spezialeinheit - 18.09.2018 12:20 Uhr

Die meisten ungeklärten Mordfälle gab es demnach in Schwaben (31) und Mittelfranken (30), gefolgt von Oberbayern (21), Oberfranken (15), Unterfranken (14) sowie der Oberpfalz (7) und Niederbayern (5). Der Mordfall "Peggy" gilt als einer der bekannstesten ungelösten Fälle aus der Region. Erst vor rund einer Woche hatte es erneut eine Razzia in zwei oberfränkischen Orten gegeben. In Nürnberg hingegen gibt mehrere Morde an Prostituierten, die bis heute nicht geklärt werden konnten.

Wie in anderen Bundesländern bereits üblich, fordert SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher auch für Bayern die Einrichtung einer Spezialeinheit für ungelöste Mordfälle und diese mit neuem Personal auszustatten.

Während sich andere Bundesländer wie Hamburg oder Nordrhein-Westfalen bereits auf den Weg gemacht hätten, sogenannte Cold-Case-Einheiten einzurichten, konnte sich das Bayerische Innenministerium bislang dazu nicht durchringen. "Die Aufklärung alter Kapitalverbrechen wird so wahrscheinlicher. Wir dürfen keine Anstrengungen unterlassen, die Strafverfolgung so effektiv wie möglich zu machen", sagte er.


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Der Fall Peggy: Chronologie eines schrecklichen Verbrechens

Vor 17 Jahren verschwindet die neunjährige Schülerin Peggy in Oberfranken spurlos. Als ihr Mörder wird 2004 ein geistig eingeschränkte Nachbar verurteilt. Am 14. Mai 2014 wird der Nachbar wieder freigesprochen. Anfang Juli 2016 nimmt der Fall eine spektakuläre Wende: In einem Waldstück in Thüringen werden Skelettteile von Peggy gefunden. Im September 2018 legt ein 41-Jähriger ein Geständnis ab.


dpa

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