Alfmeier ist weiter auf Erfolgskurs

30.5.2018, 06:05 Uhr
Mit ihrer dunkelgrauen Fassade und strengen Form sticht die neue Alfmeier-Verwaltung in der Industriestraße ins Auge. Bald werden auch die letzten Bauzäune und Warnbaken verschwunden sein.

Mit ihrer dunkelgrauen Fassade und strengen Form sticht die neue Alfmeier-Verwaltung in der Industriestraße ins Auge. Bald werden auch die letzten Bauzäune und Warnbaken verschwunden sein. © Patrick Shaw

Das größte Wachstum erzielte der Konzern im vergangenen Jahr im Bereich Sitzkomfortsysteme. Dort stieg der Umsatz von 132 auf knapp 143 Millionen Euro. Der Bereich „Fluid Systems“ wuchs um sieben auf rund 117 Millionen Euro und der Bereich „Innovative Plastics“ um gut drei auf etwa 27 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich im Vergleich zu 2016 von 16,9 auf 24,2 Millionen Euro. Dies entspricht einer Ebit-Marge von 8,3 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent). Der operative Cashflow (Überschuss nach Abzug aller Unkosten) stieg leicht von 27,1 auf 27,5 Millionen Euro, die Nettoschulden sanken von 24,2 auf 21,2 Millionen Euro.

Seine im Jahr 2013 ausgegebenen Anleihen in Höhe von rund 30 Millionen Euro hat Alfmeier im vergangenen Oktober bereits ein Jahr vor Ablauf zurückgezahlt. Sie hatten fast immer überdurchschnittlich notiert, waren aber mit 7,5 Prozent verzinst – eine Belastung, die der Konzern laut Verwaltungsratschef Markus Gebhardt senken wollte.

„Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief sowohl umsatzseitig als auch ergebnisseitig sehr erfreulich“, heißt es auch in der aktuellen Ausgabe der Unternehmensnachrichten. Für die Zukunft sei entscheidend, „das den Planungen zugrunde liegende, starke Wachstum im Automotive-Bereich in China zu realisieren“. In Europa und Nordamerika strebe Alfmeier dagegen mit Blick auf die eher schwächeren Wachstumserwartungen mehr „nachhaltige Profitabilität“ an.

In Treuchtlingen ist unterdessen das neue Verwaltungsgebäude fast fertiggestellt. Der anthrazitfarbene Kubus in der Industriestraße sticht heraus und signalisiert deutlich stärker als bisher, dass von hier aus ein Weltkonzern mit fast 2200 Mitarbeitern gesteuert wird. „Das Vorhaben ist ein wichtiges Signal seitens Alfmeier und eine Aufwertung des Standorts“, betonte kürzlich auch Bürgermeister Werner Baum bei einem Ortstermin.

Im Treuchtlinger Werk hat die Firma in den vergangenen Monaten ebenfalls kräftig renoviert und optimiert. Die Spritzerei hat einen neuen Boden, Glaswände machen die Büros in Fertigungssteuerung, Montage, Spritzguss und Musterbau transparenter. Eine neue Spritzgussmaschine mit integriertem Roboter wurde in Betrieb genommen, drei weitere sollen folgen. Bei der Tochterfirma k3works gibt es neue Elektrik-, Mess- und Steuerungsanlagen, der Umbau des Laborbereichs läuft gerade. Für die Erprobung von Kraftstoff- und Energiespeichersystemen kooperiert k3works zudem mit dem Weißenburger Kunststoffcampus.

Keine Kommentare