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500 Jahre Reinheitsgebot: Merkel preist deutsches Bier

Kanzlerin besucht Festakt der Brauereibranche in Ingolstadt - 22.04.2016 13:22 Uhr

Kanzlerin Angela Merkel erntete bei den Feierlichkeiten zum Reinheitsgebot viel Beifall. © REUTERS/Michaela Rehle


500 Jahre Reinheitsgebot fürs Bier - und die Bundeskanzlerin feiert mit. Zum Festakt der Braubranche an diesem Freitag kam Angela Merkel für mehr als nur einen Schluck Bier nach Ingolstadt. In ihrer Rede hat sie das Reinheitsgebot für das Bier als Erfolgsgeschichte bezeichnet.

Gleichzeitig appellierte sie beim Festakt zum 500-jährigen Bestehen des ältesten Lebensmittelgesetzes der Welt an die Gegner des Freihandelsabkommens TTIP, über die Chancen für deutsches Bier in einem freien Handel nachzudenken.

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Verbot von Glyphosat gefordert

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nutzte das Großaufgebot von Politikern dazu, erneut ein Verbot des Pflanzenschutzmittels Glyphosat zu fordern. Das von der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend eingestufte Präparat wurde neben anderen Lebensmitteln auch im Bier nachgewiesen. Der BUND verlangt von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) als amtierendem "Bier-Botschafter", eine strikte Ablehnung der EU-weiten Wiederzulassung von Glyphosat zu fordern.

Ursprünglich wollte auch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bei der Feier in seiner Heimatstadt dabei sein. Er ist jedoch bei einer Sonderkonferenz der Länder-Regierungschefs in Berlin unabkömmlich, wo er nachmittags auch die Kanzlerin trifft. Beim Bier-Festakt vertrat ihn Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU).

Das Reinheitsgebot von 1516 gilt als weltweit ältestes bis heute gültiges Lebensmittelgesetz. Es wurde von Herzog Wilhelm IV. von Bayern verfügt. Nach der Bestimmung dürfen nur Wasser, Hopfen und Malz ins Bier. Zur Gärung wird außerdem Hefe zugesetzt.

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Im Jahr 2016 feiert das Reinheitsgebot 500-jähriges Jubiläum. Laut dem Gebot, das am 23. April 1516 erlassen wurde, soll Bier nur Hopfen, Malz und Wasser enthalten. Grund: In das damalige Grundnahrungsmittel gelangten oft auch andere Stoffe, beispielsweise giftige oder berauschende Plfanzen wie Pilze und Tollkirschen. Auch der Standort Fürth glänzte lange Zeit mit großen Brauereien. Zu den "großen Fünf" zählten seit Mitte des 19. Jahrhunderts Geismann, Grüner, Humbser, Bergbräu und Evora.


 

dpa

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