Tragödie

Abgründe-Podcast: Mutter versteckte tote Babys in Tüten

4.6.2021, 05:55 Uhr

In der aktuellen Folge unseres Podcasts Abgründe sprechen wir über eine Mutter, die acht Neugeborene in Handtücher wickelte und in Plastiktüten steckte - egal, ob sie Lebenszeichen zeigten oder nicht.

Die acht Babyleichen wurden vor fünf Jahren im Landkreis Kronach gefunden, Anne G. (Namen der Betroffenen geändert) hatte die kleinen Körper in der Sauna im Haus versteckt. Die Sauna hinter dem Bad war stillgelegt und diente der Familie als Rumpelkammer. Ehemann Hans G. hatte dort Videokassetten gelagert und alte Rechnungen aufbewahrt. Mehr als zehn Jahre lang, zwischen 2003 und 2013, wurde Anne G. immer wieder schwanger. Sie brachte die Kinder im Stehen zur Welt, in der Küche oder im Wohnzimmer. Ganz schnell ging es, nicht länger als eine halbe Stunde dauerten die Geburten, schilderte sie später über ihren Anwalt vor Gericht. Wenn eines der Babys schrie, drückte sie ihm ein Handtuch auf Mund und Nase.

Als die Ermittler im November 2015 die Babyleichen aus dem Haus trugen, waren die kleinen Körper bereits stark verwest. Wie lange sie schon in ihrem Versteck lagen, konnten die Rechtsmediziner nicht umfassend aufklären, der Zustand der Leichen war zu schlecht. Doch die Experten stellten fest: Einer der Säuglinge wurde tot geboren, bei drei Kindern blieb die Todesursache unbekannt.


Protokolle des Bösen


In unserer neuen Folge abgründe sprechen wir über diese Tragödie, die sich nur aus einem unheilvollen Zusammenspiel aus Trägheit, Nachlässigkeit und Unaufmerksamkeit der Ehepartner entwickeln konnte. Wir zitieren Psychiater und Rechtsmediziner, um zu schildern, was damals passiert ist.

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