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Ansbacher Ostermarsch im Zeichen der Rotoren

Protest gegen Hubschrauberlärm und Bundeswehr-Einsätze im Ausland - 31.03.2013 21:58 Uhr

De Samba-Gruppe "Batukeros" aus Markt Erlbach sorgte beim Ansbacher Ostermarsch für Stimmung. © Hauke Hoffmeister


Der Ostermarsch, der bereits zum siebten Mal vom Ansbacher Friedensbündnis (AFB) und die Bürgerinitiative "Etz langt´s!" organisiert wurde, stand in diesem Jahr unter dem Motto "Hubschrauber zu Windräder – Für Frieden und Energiewende“. 

"Die US-Armee verhindert in Ansbach und in Illesheim die Entstehung von Windenergie", sagte der Vorsitzende von "Etz langt´s", Pfarrer i.R. Hansjörg Meyer. Man wolle deutlich machen, "dass der Betrieb der Militärbasen nicht nur die Gesundheit der Menschen gefährdet, sondern auch ein Bremsklotz für die ökologische Entwicklung der Region ist", so Meyer weiter.  Seine Vorwurf an die Politiker aus der Region in Bezug auf die Präsenz der amerikanischen Streikräfte in Westmittelfranken:  "Denen sind die 110 Kampfhubschrauber wichtiger als das Entstehen sauberer Energiequellen in Ansbach."

Die Teilnehmer am Ansbacher Ostermarsch möchten die Rotoren lieber an Windkrafträdern sehen als auf Kampfhubschraubern. "Wir fordern einen Abzug des Militärs", sagt Hansjörg Meyer und ist sich sicher, dass damit  "der Wohlstand und die Lebensqualität in unserer Stadt wächst."

"Das Militär ist der größte Umweltverschmutzer", so Tom Konopka, Regionalreferent des Bund Naturschutz, in seinem Grußwort. Nach seiner Ansicht solle das Geld für die Militärausgaben lieber in den Abbau der Armut und Hungers investiert werden. Es sei ein Gewinn für die Natur, wenn die US-Armee abziehen würde: "Es werden zukünftige Gewerbeflächen frei - man muss nicht mehr auf die grüne Wiese weit außerhalb der Stadt gehen."

Auch am Nutzen solcher Demonstrationen ließ Konopka keinen Zweifel aufkommen: "Wir zeigen an allen Ecken und Enden im Land, dass es Menschen gibt, die sich für Frieden besonders einsetzen und mit der momentanen Politik nicht einverstanden sind", so der BN-Regionalreferent am Rande der Kundgebung. 

Hauke Hoffmeister

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