Bezirkstag Mittelfranken: 30 statt 24 Bezirksräte

18.9.2013, 15:16 Uhr
Der amtierende mittelfränkische Bezirkstagspräsident Richard Bartsch kann sich Hoffnungen auf eine Wiederwahl machen, da seine bisherige Koalition aus CSU/Freien Wähler und FDP über eine knappe Mehrheit im neugewählten Bezirkstag verfügt.

© Bezirk Mittelfranken Der amtierende mittelfränkische Bezirkstagspräsident Richard Bartsch kann sich Hoffnungen auf eine Wiederwahl machen, da seine bisherige Koalition aus CSU/Freien Wähler und FDP über eine knappe Mehrheit im neugewählten Bezirkstag verfügt.

Nicht nur, dass im neuen Bezirkstag aufgrund der fehlenden Fünf-Prozent-Hürde zukünftig neun Par­teien vertreten sind, ist eine Novität, sondern auch, dass die Zahl der Bezirksräte auf 30 Mandatsträger steigt. Grund dafür sind sind die zahlreichen Überhang- und Ausgleichsmandate, die verteilt werden mussten. 

Da die CSU bei der Wahl alle zwölf Direktmandate gewonnen hat, musste zum Ausgleich die Zahl der Bezirksräte erhöht werden, damit das prozentuale Gesamtergebnis zwischen den einzelnen Parteien gewahrt bleibt. Erstmals werden im Bezirkstag die Frankenpartei, die ÖDP und die Piraten mit jeweils einem Sitz vertreten sein. Die CSU stellt mit zwölf Räten die stärkste Fraktion, gefolgt von der SPD mit sieben Räten,  Grüne und Freie Wähler stellen jeweils drei Bezirksräte. Wieder vertreten sind Die Linke und die FDP mit jeweils einem Sitz.

Nach der momentan geltenden Entschädigungssatzung des Bezirks Mittelfranken erhält jeder Bezirksrat eine monatliche Aufwandsentschädigung von 682,96 Euro. Dazu kommt dann noch das Sitzungsgeld in Höhe von 45,18 Euro je Sitzung plus Fahrtkostenersttattung.

Den Vertretern des Bezirkstagspräsidenten (derzeit zwei) standen bislang neben der Aufwandsentschädigung zusätzlich nochmals monatlich je 472,82 Euro zu. Bei den Fraktionsvorsitzenden verdoppelte sich die Aufwandsentschädigung auf 1365,92 Euro. Ob die Entschädigungssatzung aus dem Jahr 2008 auch für den neuen Bezirkstag Gültigkeit behält, darüber wird der neu gewählte Bezirkstags zu entscheiden haben.

Die gewählten Bezirksräte sind namentlich:

Für die CSU als Direktkandidaten:
Richard Bartsch, Roßtal
Dr. Bernd Eckstein, Altdorf b. Nürnberg (neu im Bezirkstag)
Peter Daniel Forster, Nürnberg
Dr. Max Hubmann, Erlangen
Marco Kistner, Veitsbronn
Alexander Küßwetter,  Ehingen
Herbert Lindörfer, Feuchtwangen
Michael Maderer, Zirndorf
Dr. Ute Salzner, Höchstadt a. d. Aisch (neu im Bezirkstag)
Ernst Schuster, Thalmässing
Catrin Seel, Nürnberg
Barbara Titzsch, Burgthann

Für die SPD als Listenkandidaten:
Christina Naaß, Haundorf (neu im Bezirkstag)
Dr. Horst Krömker, Nürnberg
Gisela Niclas, Erlangen
Amely Weiß, Nürnberg
Elke Zahl, Zirndorf (neu im Bezirkstag)
Ronald Reichenberg, Bad Windsheim (neu im Bezirkstag)
Wolfgang Beigel, Nürnberg (neu im Bezirkstag)

Für die Freien Wähler als Listenkandidaten:
Walter Schnell, Kammerstein
Armin Kroder, Neunkirchen a. Sand (neu im Bezirkstag)
Karin Knorr, Marloffstein

Für Bündnis 90/Die Grünen als Listenkandidaten:
Susanne Lender-Cassens, Erlangen (neu im Bezirkstag)
Dr. Klaus Hiemeyer, Nürnberg
Lydia Bauer-Hechler, Fürth (neu im Bezirkstag)

Für die Die Linke als Listenkandidat:
Uwe Schildbach, Ansbach

Für die FDP als Listenkandidat:
Wolfgang Hofmann, Schillingsfürst

Für Die Franken als Listenkandidat:
Robert Gattenlöhner, Roth (neu im Bezirkstag)

Für die Piraten als Listenkandidat:
Daniel Gruber, Pleinfeld (neu im Bezirkstag)

Für die ödp als Listenkandidat:
Ingrid Malecha, Mönchsroth (neu im Bezirkstag)

Der Bezirkstagspräsident wird aus der Mitte der Bezirksräte gewählt. Mit der bisherigen Koalition aus CSU, Freien Wählern und FDP hätte Amts­inhaber Richard Bartsch (CSU) in Zukunft mit 16 Stimmen eine knappe Mehrheit.

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