Samstag, 20.04.2019

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Tourismusbilanz: Landkreis Bamberg feiert Rekordjahr

Deutliche Zuwächse und ein Rekordwert bei den Gästeübernachtungen - 11.02.2019 17:24 Uhr

Unter anderem die zahlreichen Outdoor-Aktivitäten im Landkreis Bamberg sorgen für steigende Tourismuszahlen. © FrankenTourismus, A. Hub


"Das Tourismusjahr 2018 war das dritte Jahr in Folge mit Rekordzahlen! Wir konnten erneut deutliche Zuwächse und mit knapp 410.000 Gästeübernachtungen einen erneuten absoluten Rekordwert verzeichnen", freut sich Landrat Johann Kalb über die positiven Zahlen der Tourismusbilanz 2018 im Bamberger Land.

Knapp 410.000 Übernachtungen

Obwohl sich die touristische Nachfrage seit mehreren Jahren unverändert hoch darstellt, bricht das Jahr 2018 bei den Übernachtungszahlen alle bisherigen Rekorde. Im gewerblichen Sektor (Betriebe mit zehn oder mehr Betten, inkl. Camping) gab es mit 217.783 Gästeankünften eine Konsolidierung auf hohem Niveau, die Übernachtungen stiegen nach den Rekordzuwächsen 2016 und 2017 mit insgesamt 11,5 Prozent im vergangenen Jahr nochmals um 1,9 Prozent auf nun 409.397.

"Wir hatten 2017 die Marke von 400.000 Übernachtungen geknackt, 2018 haben wir mit knapp 410.000 Übernachtungen dieses hohe Niveau nochmals deutlich steigern können", zeigt sich Landrat Kalb äußerst zufrieden mit der Entwicklung. "Der Landkreis liegt mit den Zuwachsraten der vergangenen Jahre im oberfränkischen Vergleich mit an der Spitze. Innerhalb der letzten zehn Jahre betrug der Zuwachs bei den Übernachtungen im Landkreis rund 18,5 Prozent. Zusammen mit der Stadt Bamberg haben wir erneut deutlich die Zahl von 1 Million Übernachtungen überschritten."

Hohe Attraktivität für In- und Ausland

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Hauptgrund für die erneut gestiegenen Zahlen ist die hohe Attraktivität des Landkreises für Gäste aus dem In- und Ausland. Die weiterhin starke Nachfrage im Inlandtourismus sowie der Trend zu naturnahen "Outdoor"-Aktivitäten wie Radfahren und Wandern trugen unter anderem zu dieser positiven Entwicklung bei. Vor allem aus Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen kamen die Gäste ins Bamberger Land. Doch nicht nur der Inlandtourismus boomte, auch bei den Gästen aus dem Ausland konnte mit rund 49.700 Übernachtungen - ein Anteil von immerhin 12,1 Prozent an allen Übernachtungen - ein Zuwachs von 4,7 Prozent verzeichnet werden. Somit profitierte der Landkreis auch 2018 vom internationalen Tourismus-Boom.

Die Aufenthaltsdauer dagegen veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr kaum. Die Besucher blieben im Schnitt für rund 1,9 Tage im Bamberger Land. Hier sehen die Verantwortlichen noch Luft nach oben. Die Bettenkapazität in den erfassten 78 gewerblichen Betrieben lag bei 3143 Betten (je Jahresdurchschnitt), die Bettenauslastung stieg auf nunmehr 35,2 Prozent.

Anteil an Privatquartieren steigt

Die durchweg positiven Zahlen aus dem gewerblichen Bereich werden noch durch die nicht in der offiziellen Statistik erfassten Übernachtungen in Privatquartieren mit weniger als zehn Betten ergänzt: Derzeit sind im Bamberger Landkreis rund 200 Anbieter von Ferienwohnungen und Privatzimmern mit geschätzten rund 180.000 Übernachtungen registriert. Diese Anbieter stellen einen zunehmend größer werdenden Anteil im Übernachtungssektor dar, da sie besonders für Familien sowie für Reisende mit mittleren und niedrigeren Einkommen interessant sind. In Deutschland findet mittlerweile jede fünfte Übernachtung in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus statt.

Das Thema "Genuss" soll zukünftig noch mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. © FrankenTourismus, A. Hub


Schaut man sich die Zahlen des Landkreises genauer an, so fällt auf, dass es bei den einzelne Gemeinden deutliche Unterschiede in der Entwicklung der Übernachtungszahlen in den vergangenen Jahren gibt: Positiv hervorzuheben sind Heiligenstadt, Rattelsdorf, Schlüsselfeld und Strullendorf, die hohe Zuwächse verzeichnen konnten. Gründe für den Zuwachs sind u. a. neue, qualitativ hochwertige Übernachtungsangebote in diesen Gemeinden, die zusätzliche Kapazitäten für Gäste schaffen.

"Der Erfolg im gesamten Landkreis ist in erster Linie den Leistungsanbietern in Hotellerie, Gastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtungen zu verdanken, die mit neuen Konzepten und hohen Investitionen in Angebot, Service und Qualität ihren entscheidenden Beitrag für diese erfolgreiche Tourismusbilanz leisten", erklärt Landrat Kalb. "Und es sind unsere engen Kooperationen speziell mit der Stadt Bamberg, den regionalen Tourismusverbänden sowie unseren Gemeinden. Gemeinsam ziehen wir alle an einem Strang und wollen den Tourismus im Bamberger Land auch künftig weiter voranbringen."

Dass der Tourismus wichtiger Wirtschaftsfaktor im Landkreis Bamberg ist, liegt auf der Hand. Eine neue Studie der DWiF-Consulting GmbH aus dem Jahr 2018 belegt, dass durch Übernachtungsgäste und rund fünf Mio. Tagesbesucher ein Bruttoumsatz von 164 Mio. Euro erwirtschaftet wird. Dieser teilt sich auf das Gastgewerbe mit 79,4 Mio. Euro, den Einzelhandel mit 52,3 Mio. Euro sowie weiteren Dienstleistern mit rund 32,4 Mio. Euro auf. Nach Abzug von Steuern und Vorleistungen verbleiben rund 76 Mio. Euro als Beitrag für das Primäreinkommen der Bevölkerung. Rein rechnerisch könnten dadurch rund 2.700 Personen ihren Lebensunterhalt durch den Tourimus im Landkreis Bamberg bestreiten.

Neue Herausforderungen für den Landkreis

Ausruhen will sich der Landkreis auf diesen positiven Zahlen jedoch nicht, stattdessen werden die weitere Förderung qualitativ hochwertiger Übernachtungs- und Gastronomieangebote und die verstärkte Entwicklung und Vermarktung von familienfreundlichen Angeboten als neue Herausforderungen gesehen. Daher ist für 2019 u. a. die Erstellung eines Hotelentwicklungskonzeptes sowie eine Family-Aktiv-App für familienfreundliche Urlaubs- und Freizeitangebote im Bamberger Land geplant.

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Als weiterer Punkt soll die in Kooperation mit dem Bamberg Tourismus & Kongress Service 2017 konzipierte "Bamberger LandCard" ab April 2019 mit neuen integrierten Leistungen und rabattierten Angeboten noch attraktiver werden und die Gäste zu einem längeren Aufenthalt im Bamberger Land bewegen. Als dritter Punkt soll auch das Thema Genuss künftig noch weiter in den Mittelpunkt des touristischen Marketings gerückt werden. "Der Landkreis Bamberg kann sich uneingeschränkt als der Genusslandkreis deutschlandweit positionieren", sagt Landrat Johann Kalb. "Neben gutem Essen, regionalen Spezialitäten und dem heimischen Bier sind die natürliche Vielfalt und die hohe Lebensqualität im Bamberger Land Grundlage für einen genussvollen Urlaubsaufenthalt für Gäste aus aller Welt." 

Benjamin Strüh

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