Till Mayer im Podcast Mit.Menschen

"Welcome to hell": Bamberger Kriegsfotograf berichtet aus der Ukraine

Isabella Fischer
Isabella Fischer

Hochschule & Wissenschaft

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9.6.2022, 15:57 Uhr
Helm, schusssichere Weste, Kamera: Dieses Trio darf nicht fehlen, wenn Till Mayer in Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt unterwegs ist. 

© Till Mayer Helm, schusssichere Weste, Kamera: Dieses Trio darf nicht fehlen, wenn Till Mayer in Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt unterwegs ist. 

Ausdruckslose, leere Augen, unterrahmt von tiefen Augenringen blicken in die Kamera. Verloren steht ein Soldat im Schützengraben irgendwo in der Ukraine. In der Hand hält er ein Maschinengewehr. Ein Anderer lehnt an einem Bretterverschlag, in das Holz ist der Satz "Welcome to hell", Willkommen in der Hölle, geritzt. Sie heißen Vadym, Sergiy oder Stanislav. Sie alle versuchen seit Jahren, ihr Land zu verteidigen.

Till Mayer hat all diese Momente mit seiner Kamera eingefangen, im Schützengraben, in Bunkern, zwischen zerstörten Häusern. Mayer ist Fotograf und Journalist aus Bamberg und berichtet seit mehr als zwanzig Jahren aus den Kriegs- und Krisengebieten dieser Erde.

Die Ukraine ist ihm dabei besonders ans Herz gewachsen. Seit 2014 reist er regelmäßig in das Land und kehrt mit tausenden Bildern zurück. Teils sind sie so bedrückend wie aus dem Schützengraben, er fängt aber auch Momente der Kameradschaft, der Leichtigkeit und Hoffnung ein. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, aus Gebieten zu berichten, "wenn die Mainstream-Medien schon wieder weitergezogen sind und die Kriege somit in Vergessenheit geraten."

Mehr über seine Arbeit in die Ukraine und wie gefährlich sein Job als Kriegsfotograf ist, erzählt er im Podcast Mit.Menschen:

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