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Bayerns Einzelhandel: Tests vor Einkauf aufwendig und abschreckend

Für Montag werde teilweise Chaos in den Geschäften erwartet - 10.04.2021 19:24 Uhr

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Ab 12. April zieht Bayern in Sachen Einzelhandel die Notbremse: Baumärkte, Blumenläden und der Buchhandel, die bislang eine Sonderstellung hatten, müssen nach den Osterferien ab Montag wieder schließen und zwar dann, wenn die Inzidenz über 200 liegt. Zwischen 100 und 200 gilt das "Click & Meet"-Prinzip - allerdings nur mit einem negativen Schnell- oder PCR-Test. Am Samstag davor blieb die Lage in der Nürnberger Innenstadt übersichtlich. Nur in den Baumärkten drängten sich die Leute vor den Eingängen.


Ab Montag dürfen Geschäfte in Städten und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zwischen 100 und 200 nur noch für Kunden mit einem Termin und einem negativen Testergebnis öffnen. Bei einem PCR-Test darf dieses nach Beschluss der Staatsregierung maximal 48 Stunden, bei einem Schnelltest maximal 24 Stunden alt sein. Ausgenommen davon sind der Lebensmittelhandel, Drogerien, Optiker und sonstige "für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte".

Für die Schnelltests gibt es mehrere Möglichkeiten, wie das Wirtschaftsministerium am Freitagabend klarstellte. Danach können die Einzelhändler Schnelltests vor ihrem Geschäft oder in geeigneten Räumen anbieten. Oder Kundinnen und Kunden lassen sich zuvor bei einer Teststelle testen und bringen den Nachweis mit.


Bayerns Einzelhandel erwartet "totales Chaos ab Montag"


Eine weitere Möglichkeit seien Selbsttests vor oder in dem Laden "unter Aufsicht des Betreibers", teilte das Ministerium mit. Ob die zur Verfügung gestellt werden oder Kunden diese selbst mitbringen, müssten die Einzelhändler selbst festlegen. Es werde außerdem daran gearbeitet, Selbsttests mit digitalem Nachweisen zu kombinieren, so dass danach auch andere Geschäfte betreten werden könnten.

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Bis dahin müssen Kunden aber jedes Mal einen neuen Selbsttest machen, bevor sie ein anderes Geschäft betreten – selbst wenn es noch am selben Tag ist. "Das ist ein enormer bürokratischer Aufwand", sagte Ohlmann. Viele Einzelhändler seien deshalb verärgert und verunsichert. Er gehe davon aus, dass viele von ihnen "Click & Meet" - also Einkaufen mit Termin – nicht anbieten werden, weil es sich für sie nicht lohne. Die Test-Vorschriften gelten ab Montag auch für Baumärkte, Gärtnereien, Blumenläden, Schuhgeschäfte und Buchhandlungen, die bisher unabhängig von Inzidenzwerten öffnen durften. In den meisten Städten und Landkreisen in Bayern wird damit dann großenteils nur Termin-Shopping möglich sein: Am Samstag lag die landesweite 7-Tage-Inzidenz bei 138,6.

dpa

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