15°

Mittwoch, 27.05.2020

|

zum Thema

Bayerns Lehrer wollen keine Notbetreuung an Pfingsten übernehmen

Verbandspräsidentin Fleischmann warnt vor Überlastung der Pädagogen - 22.05.2020 14:11 Uhr

Auch in Bayern soll in den Pfingstferien die Notbetreuung für Kinder an Schulen angeboten werden. Nun ist ein Streit darüber entbrannt, wer das Angebot aufrecht erhalten soll. Lehrer wehren sich dagegen. © Philipp von Ditfurth, dpa


"Nicht wieder auf den Schultern der Kollegen. Wir müssen raus aus der Notbetreuung", sagt Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV). Zahlreiche Schulen hätten bereits jetzt große Personalprobleme, da Pädagogen, die zur Risikogruppe gehören, ausfielen.

Bilderstrecke zum Thema

Impfstoff, Grenzöffnungen und Unterricht: Das ändert sich im Juni

Die Temperaturen steigen und die Langeweile im Social Distancing Alltag auch. Doch diesen Juni geht es mit Lockerungen der Corona-Maßnahmen voran und vielleicht können wir uns sogar über Erfolge in der Impfstoffforschung freuen.


Diejenigen, die in den vergangenen Wochen sowohl den Präsenzunterricht an den Bildungseinrichtungen als auch die Betreuung des Lernens zu Hause sowie die Notbetreuung sichergestellt haben, seien längst an ihrer Belastungsgrenze. "Unsere Lehrer haben mit höchstem Einsatz seit Beginn der Krise unter schwierigsten Bedingungen ein schulisches Angebot für die Schüler aus dem Boden gestampft und aufrecht erhalten", bilanziert die Verbandsfunktionärin.

Seit Fasching durchgearbeitet

Zahlreiche Lehrkräfte und Schulleitungen hätten seit Fasching durchgearbeitet. "Sie haben nun einen Anspruch auf Erholung", so Fleischmann weiter. Deshalb fordert die BLLV-Präsidentin andere Wege und Lösungen der Staatsregierung, wenn es um die Notbetreuung der Kinder während der Ferienzeit geht. "Wir wollen unsere hohe gesellschaftliche Verantwortung in dieser schweren Zeit an- und ernst nehmen", betont die BLLV-Chef.


Bayern-SPD fordert Öffnung von Kitas nach Pfingsten


Das gehe aber nur, wenn die Grenzen der Belastbarkeit der Lehrer geachtet werden. Alle Kollegen würden jetzt und zum Schulstart im September gebraucht. Die zweite Krise sei ja nicht weg: der Lehrermangel, der sich durch Corona noch verschärfe.


Hier finden Sie täglich aktualisiert die Zahl der Corona-Infizierten in der Region. Die weltweiten Fallzahlen können Sie an dieser Stelle abrufen. Über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Krise berichten wir auch im Liveticker.


Verpassen Sie keine Nachricht mehr! In unserem täglichen Corona-Newsletter erfahren Sie alles Wichtige über die aktuelle Lage in der Coronakrise. Hier kostenlos bestellen. Immer um 17 Uhr frisch in Ihrem Mailpostfach.

Mit unserem E-Paper-Aktionsangebot erhalten Sie die wichtigsten Corona-News im Zeitungs-Format direkt nach Hause: Ein Monat lesen für nur 99 Cent! Hier gelangen Sie direkt zum Angebot.

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg