Freitag, 29.05.2020

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Bereit für den Sommer: Brombachsee bestens gefüllt

Dank Altmühl-Hochwasser konnte mehr Wasser eingeleitet werden als in vergangenen Jahren - 26.02.2020 12:45 Uhr

Schon lange vor der Badesaison ist der Brombachsee durch Altmühl-Hochwasser gut gefüllt. Segel- und Tretboote können ohne Probleme ablegen. © Archivfoto: Michael Matejka


Das Frühjahr 2017 war der blanke Horror für die Touristiker im Fränkischen Seenland. Der große Regen war ausgeblieben, der Wasserspiegel des Großen Brombachsees war bis Anfang Mai auf 407,23 Meter über Normalnull gesunken, mehr als zwei Meter unter dem Sommerstauziel von 409,50 Metern.

Mit weiteren regenarmen Wochen wäre der Wasserspiegel noch einen Meter weiter gesunken, wäre endgültig unter das Niveau des aufgeschütteten Sandstrands gerutscht und hätte einen nicht gerade zum Baden einladenden Untergrund enthüllt.

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Gerade noch rechtzeitig vor Beginn der Tourismus-Saison kam damals ein kleines Altmühl-Hochwasser, das in den Altmühlsee geleitet werden konnte. Von dort gelangte das Wasser über den Altmühl-Überleiter, einen 8,7 Kilometer langen, teiweise unterirdischen Verbindungskanal, in den Brombachsee.

Wasserstand um zwei Meter gestiegen

Dank der ergiebigen Niederschläge der vergangenen Wochen kann man im Seenland in diesem Jahr entspannter in die Saison gehen. Seit Ende Januar kann Wasser auf dem beschriebenen Weg in den Brombachsee geleitet werden. Der Wasserstand stieg dadurch um zwei Meter auf jetzt 409,65 Meter.

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"Ein bisschen Luft für weitere Hochwasser haben wir aber schon noch", betont Jan Ulrich Job vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach. 410,50 Meter sind möglich, bei außergewöhnlichen Ereignissen sind sogar 411,40 Meter erlaubt.

Ein gut gefüllter Brombachsee ist auch wichtig, weil mit dem Wasser im Sommer das Rednitz-Regnitz-Flusssystem gespeist wird. Die wichtigere Rolle spielt dabei aber Donau-Wasser, das über den Main-Donau-Kanal nach Norden gelangt.

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