Drohende Maskenpflicht

Corona-Herbstwelle: Droht der Wiesn ein frühzeitiger Abbruch?

13.8.2022, 14:11 Uhr
Es geht wieder los: In München startet bald das Oktoberfest. Affenpocken sollten den Wiesn-Besuchern dabei weniger Sorgen machen als eine Infektion mit dem Coronavirus.

© Peter Kneffel/dpa Es geht wieder los: In München startet bald das Oktoberfest. Affenpocken sollten den Wiesn-Besuchern dabei weniger Sorgen machen als eine Infektion mit dem Coronavirus.

Die Aufbauarbeiten zum diesjährigen Oktoberfest sind schon längst in vollem Gange und dennoch werden sie von einem leicht bitteren Beigeschmack begleitet. Niemand kann so wirklich einschätzen, ob es in diesem Jahr wieder eine Corona-Herbstwelle geben wird und wie stark diese dann sein könnte. Sorgenfreies Feiern auf der Wiesn hängt allerdings davon ab, ob das weltberühmte Volksfest auch wirklich so ohne weiteres durchzuführen ist.

Entweder es gibt eine normale Wiesn ohne Masken oder gar keine. So sehen es zumindest Stadt und Betreiber nach Angaben des Merkurs. Das Fest soll in diesem Jahr sogar noch einen Tag länger gehen, dank des Feiertags am 3. Oktober.

Eigentlich ein Grund zum Feiern, wäre da nicht das neue Infektionsschutzgesetz, dass vor kurzem vom Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in Berlin vorgestellt wurde. Lauterbach ist von einer herannahenden Herbstwelle überzeugt, weshalb die Bundesländer nochmal Instrumente zur Eindämmung an die Hand bekommen.

Maskenpflicht im Zelt?

Ab dem 1. Oktober könnten die Länder in Innenräumen wieder eine Maskenpflicht einführen - unabhängig der Inzidenzen. Eine Verpflichtung sei das nicht, wie der Gesundheitsminister betont. Allerdings vermutet er, dass viele Länder darauf zurückgreifen werden, da ab Oktober wieder höhere Fallzahlen in Deutschland erwartet werden.

Was hat das dann mit dem Oktoberfest zu tun? Das bedeutet, dass am letzten Wochenende eine potenzielle Maskenpflicht auf dem Fest herrschen könnte. Unvorstellbar für Wirte-Sprecher Christian Schottenhamel, der sich dazu gegenüber der Bild äußerte: "Es wird keine Masken-Wiesn geben. Sollte eine Pflicht kommen – wovon ich nicht ausgehe – müsste man überlegen, das Fest vorzeitig abzubrechen. Mit Abstand, Testpflicht oder auch Maske ist die Wiesn nicht durchführbar."

Noch hört man aus dem bayerischen Gesundheitsministerium beschwichtigende Töne, dass man dort nicht zuletzt aufgrund des aktuell niedrigen Infektionsgeschehens keine Maskenpflicht auf dem Oktoberfest plane. Stattdessen wolle man auf die Eigenverantwortung der Gäste setzen, dass diese zu Hause bleiben, sollten sie Krankheitssymptome verspüren.