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Denkmalschutz verzögert Pegnitz-Brücken-Sanierung

Arbeiten in der Hersbrucker Schweiz werden rund zehn Jahre dauern - 20.10.2014 06:00 Uhr

Derzeit lässt die Bahn wieder an den sanierungsbedürftigen Eisenbahnbrücken im oberen Pegnitztal arbeiten. Bei einem der Bauwerke, das wenige Kilometer von Neuhaus an der Pegnitz entfernt ist, müssen Querträgerwinkel erneuert werden. © Foto: Ralf Münch


„Bis wir mit den Brücken fertig sind, wird es noch lange dauern. Ich schätze mal so zehn Jahre“, sagt Stefan Schuhmacher, der zuständige Bauingenieur. Bis es wirklich so weit ist, wird die Standfestigkeit der betagten Bauwerke im Halbjahresturnus überprüft.

Eigentlich könnten die Arbeiten an den 19 maroden Eisenbahnbrücken in der Hersbrucker Schweiz schneller abgeschlossen werden. Statt die bestehenden Fachwerkkonstruktionen zu ertüchtigen, könnten die bis zu 120 Jahre alten Bauwerke schlicht entfernt und durch neue ersetzt werden.

Doch genau das will das Amt für Denkmalschutz nicht - aus verständlichen Gründen. „Die alten Konstruktionen sehen auf jeden Fall besser aus, als wenn wir hier neue Brücken bauen würden“, so Schuhmacher. „Jene passen wesentlich besser in das Landschaftsbild.“

Und so werden bei einer Brücke Querträgerwinkel erneuert, bei einer anderen die Stahlrolllager, also die „Füße“ der Brücke, die zig Tonnen Stahl tragen müssen. Für das 20 Meter lange Bauwerk bei Güntersthal indes gibt es keine Rettung mehr. Es muss abgerissen werden, vermutlich in ein bis zwei Jahren. Ein Gutachter hat festgestellt, dass das Material derart marode ist, dass eine Sanierung nicht mehr infrage kommt.

Um zumindest nicht die Pendler durch die zeitweise nur eingleisig befahrbare Strecke auszubremsen, sollen die Arbeiten auf die Wochenenden beschränkt werden. „Sonst“, befürchtet Schuhmacher, „könnte das richtig Ärger geben.“ 

RALF MÜNCH

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