Der Ludwigskanal im Wandel der Zeit

Der alte Verkehrsweg Ludwigskanal gab und gibt wirtschaftliche Impulse: Jetzt als Naherholungsraum – und früher als wichtiger Energielieferant. Weißes Gold aus dem Kanal: Saisonarbeiter
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Der alte Verkehrsweg Ludwigskanal gab und gibt wirtschaftliche Impulse: Jetzt als Naherholungsraum – und früher als wichtiger Energielieferant. Weißes Gold aus dem Kanal: Saisonarbeiter "ernteten" ab dem 19. Jahrhundert die Schollen unter anderem auch in Erlangen am Fuß des Burgberges. © Stadtmuseum Erlangen

An manchen Tagen heuerten 20 bis 30 Männer an. Es waren meistens Maurer, die während des Winters auf dem Bau keine Arbeit hatten.
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© Stadtarchiv Berching

Die großen rechteckigen Eisschollen wurden mit langen Haken an die Ufer gezogen und von auf Wagen geladen. Die Pferdefuhrwerke lieferten die kalte Fracht an Brauereien in der Umgebung.
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© Stadtarchiv Berching

Schwerstarbeit bei klirrender Kälte: Das Eis im Ludwig-Donau-Main-Kanal konnte in strengen Wintern schon einmal bis zu 25 Zentimeter dick sein. Bis Ende der 50er Jahre finden sich Hinweise auf das Eisschlagen.
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© Stadtmuseum Erlangen

Auch Beilngrieser Brauereien beschafften sich das begehrte Eis aus Berching. Dort wollten die Biersieder ihre eisigen Lager möglichst bis zum berühmten Rossmarkt Anfang Februar gefüllt haben.
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© Stadtarchiv Berching

Für die Brauerei-Saisonarbeiter hatte die Eiszeit auch eine soziale Komponente: In den Jahren 1904 bis 1906 zahlte beispielsweise eine Fürther Brauerei Beiträge an die Allgemeine Ortskrankenkasse in Lindelburg. Sie waren damit also krankenversichert.
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© Stadtarchiv Berching

Heute ist der Alte Kanal vor allem Naherholungsraum für die Bewohner der Metropolregion.
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© Wolfgang Scharnagl

Um den Kanal für Spaziergänger, Wanderer und Fahrradfahrer erlebbar zu machen, werden einzelne Schleusen und Brücken wie die Roethbrücke bei Berg saniert.
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© Fügl

Idylle pur: Solche Stellen wie diese mit dem historischen Kran an der Lände in Worzeldorf gibt es viele am Alten Kanal.
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© Erhard Prölß

Zwischen Beilngries und Nürnberg ist der Ludwig-Donau-Main-Kanal bis heute weitgehend erhalten.
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© Fügl